USA-Geschäft
Fresenius profitiert von Pannen der Konkurrenz

Des einen Freud, des anderen Leid: Während die US-Konkurrenz mit Lieferengpässen kämpft, florieren die Übersee-Geschäfte des Gesundheitskonzerns Fresenius. Das stellt auch die internen Verhältnisse auf den Kopf.
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FrankfurtFlorierende Geschäfte mit Nachahmermedikamenten heben die Stimmung beim Gesundheitskonzern Fresenius. Da Konkurrenten im weltgrößten Gesundheitsmarkt USA mit Lieferengpässen kämpften, konnte Fresenius dort deutlich mehr verkaufen und hob seine Prognose für 2012 deshalb bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr an. „Die Entwicklung von Fresenius Kabi ist außerordentlich“, sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider am Montag bei einer Investorenkonferenz in Bad Homburg.

Er geht im Gesamtjahr nun davon aus, dass das Konzernergebnis währungsbereinigt um 14 bis 16 Prozent steigt, statt wie bislang erwartet um zwölf bis 15 Prozent. Beim Konzernumsatz werde mittlerweile ein währungsbereinigtes Wachstum von 12 bis 14 Prozent angepeilt - bisher hatte der Konzern das obere Ende der Spanne von zehn bis 13 Prozent angestrebt. Effekte aus der geplanten Milliarden-Übernahme von Rhön-Klinikum seien dabei nicht berücksichtigt.

Die im Dax gelistete Fresenius-Aktie drehte nach der Prognoseanhebung ins Plus und notierte 0,8 Prozent höher, während der europäische Branchenindex STOXX Europe 600 Health Care 0,5 Prozent zulegte.

Die Fresenius-Tochter Kabi, die auf intravenös zu verabreichende Generika spezialisiert ist, hat bereits in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Gewinnanstieg des Konzerns beigetragen. Auch in den ersten Monaten 2012 habe sich Kabi in allen Regionen und Produktbereichen besser entwickelt als ursprünglich prognostiziert, erklärte Fresenius. „Insbesondere in den USA liegt das Wachstum deutlich über den Erwartungen. Grund ist eine gestiegene Nachfrage wegen weiter anhaltenden Lieferengpässen für generische Arzneimittel, inklusive Propofol, die auch in das dritte Quartal 2012 hineinreichen dürften.“

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