Vakuum-Spezialist
Krise drückt Pfeiffer-Ergebnis

Bislang hatte der Vakuumpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum die erste Zeit des Abschwungs relativ unbeschadet überstanden. Doch im dritten Quartal hat die Krise den Konzern stärker erfasst. Der schwache Markt, besonders in Europa und Asien, drückt bei dem im TecDax notierten Unternehmen auf Umsatz und Gewinn.
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HB ASSLAR. Der Spezialpumpenhersteller Pfeiffer Vacuum Technology ist voll von der Krise erfasst worden. Zwar hatte Pfeiffer die erste Zeit der Krise unbeschadet überstanden, doch der schwache Markt, besonders in Europa und Asien, drückt bei dem im TecDax notierten Unternehmen auf Umsatz und Gewinn. Zudem belasteten Sanierung und Reorganisation der Produktionshallen sowie der Produktmix das Ergebnis, wie Pfeiffer am Dienstag in Asslar mitteilte.

Der Umsatz schrumpfte im dritten Quartal von 46,2 auf 38,9 Mio. Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach um 53,2 Prozent auf 5,9 Mio. Euro ein. Auch der Überschuss halbierte sich von 8,8 auf 4,2 Mio. Euro. Damit erzielte der Spezialpumpenhersteller unterm Strich in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinn von 19,7 Mio. Euro. Das ist ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang lag um mehr als ein Drittel unter Vorjahr, der Auftragsbestand sackte um 45,2 Prozent auf 40,8 Mio. Euro ab.

Deutschland blieb die absatzstärkste Region von Pfeiffer Vacuum. In den ersten neun Monaten 2009 konnte das Unternehmen den Umsatz im Heimatmarkt um 11,1 Prozent auf 54,6 Mio. Euro steigern. Grund hierfür sei weiter ein Großauftrag aus der Solarindustrie.

„Selbstverständlich sind wir nicht erfreut über den Umsatzrückgang insbesondere im dritten Quartal“, sagte Vorstandschef Manfred Bender laut Mitteilung. Diese Entwicklung sei jedoch verglichen mit dem industriellen Umfeld „sehr moderat“. Zudem sei das Vorjahr von außerordentlich guten Geschäftsbedingungen geprägt gewesen. „Abgesehen von dem Sondereffekt durch einen Großauftrag sehen wir eine quartalsweise Stabilisierung im Kerngeschäft. Diese stimmt uns zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für das Gesamtjahr 2009 erreichen“, betonte Bender. Er bestätigte die frühere Prognose, wonach das Unternehmen 2009 einen Umsatzrückgang von zehn bis 15 Prozent erwartet und eine EBIT-Marge über 20 Prozent.

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