Vakuumpumpenhersteller
Pfeiffer Vacuum verfehlt Gewinnerwartungen

Pfeiffer Vacuum hat im dritten Quartal weniger verdient als erwartet und seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2008 kassiert. Damit hat der Vakuumpumpenhersteller die Erwartungen der Analysten recht deutlich verfehlt. Hauptgrund sei der zwischenzeitlich schwache Dollar gewesen.

HB DÜSSELDORF. Das Betriebsergebnis (Ebit) fiel im Zeitraum von Juli bis September um gut 16 Prozent auf 10,9 Mio. Euro, wie das Unternehmen mit Sitz im hessischen Asslar mitteilte. Der Umsatz stieg um ein halbes Prozent auf 46,2 Mio. Euro. Die Erlöse seien von der Dollarschwäche belastet worden. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Betriebsergebnis von zwölf Mio. und einem Umsatz von 49 Mio. Euro gerechnet.

Pfeiffer-Vacuum-Vorstandschef Manfred Bender räumte ein, den ursprünglich für das Gesamtjahr 2008 angestrebten Umsatz von mindestens 202 Mio. Euro möglicherweise knapp zu verfehlen. An dem Ziel einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 25 bis 27 Prozent hielt er aber fest. Per Ende September kam Pfeiffer Vacuum auf eine Marge von 25,1 Prozent. Für das kommende Jahr rechnet Bender wieder mit einem steigenden Umsatz.

Das dritte Quartal war geprägt von einem überraschend starken Auftragseingang, sowohl aus dem Pumpen- und Komponentengeschäft wie auch durch den Großauftrag aus der Solarindustrie für Vakuumanlagen zur Dünnschichtsolarzellenbeschichtung. Der Ordereingang erhöhte sich zum Vorjahresquartal von 44,7 auf 79,4 Mio. Euro.

Weitere Aktienrückkäufe schloss Pfeiffer Vacuum aus. "Wir glauben, dass es unseren Aktionären bei den Unsicherheiten auf dem Finanzmarkt derzeit lieber ist, dass wir unser Geld zusammenhalten und sie im Gegenzug im kommenden Jahr mit einer hohen Dividende erfreuen", erklärte Bender. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben inzwischen etwas mehr als fünf Prozent der eigenen Anteilscheine zurückerworben.

Pfeiffer Vacuum ist schuldenfrei und verfügte zu Ende September über 54,2 Mio. Euro an Barem. In den ersten neun Monaten schütteten die Asslarer 27,9 Millionen Euro an ihre Aktionäre aus, und 17,9 Mio. gingen in den Rückkauf eigener Aktien. Weitere Aktien will Pfeiffer aber nicht zurückkaufen.

"Wir sehen eine ungebrochene Nachfrage nach unseren hochwertigen Vakuumprodukten aus allen Branchen und Regionen. Auch für das Jahr 2009 rechnen damit, unseren Umsatz weiter steigern zu können", sagte Vorstandschef Manfred Bender.

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