Vakzin
Pharmakonzerne wetteifern um Schweinegrippe-Impfstoff

Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Während sich die Schweinegrippe weltweit immer stärker ausbreitet, setzen Pharmahersteller alles daran, möglichst schnell einen Impfstoff gegen das neue Virus auf den Markt zu bringen. Spätestens Ende des Sommers werden alle Anbieter die Massenproduktion starten.

DÜSSELDORF. Da die Herstellung des jährlichen Grippeimpfstoffs bereits weitgehend abgeschlossen ist – dieser soll vor allem ältere und kranke Menschen gegen die drei gefährlichsten Influenzaviren schützen –, muss ein zusätzliches Vakzin für die Schweinegrippe hergestellt werden.

Alle Hersteller hätten inzwischen das so genannte Saat-Virus mit dem abgeschwächten Erreger A(H1N1) der neuen Schweinegrippe von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekommen, sagte eine Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen bei Frankfurt. Sie könnten jetzt mit der Produktion eines Impfstoffes beginnen.

Ein erster Impfstoff gegen die Schweinegrippe könnte bereits im Juli verfügbar sein. Der US-Pharmakonzern Baxter International teilte am Freitag mit, ein Vakzin gegen den Erreger A/H1N1 bereits in Serie zu produzieren. Ermöglicht werde die vergleichsweise schnelle Produktion und Auslieferung des Impfstoffs durch die Verwendung von Zellen bei der Züchtung des Virenstamms. Bisherige Impfstoffe werden mit Hilfe von Hühnereiern hergestellt. Die Produktion dauert hier sechs Monate.

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat ebenfalls ein solches Zellkulturverfahren entwickelt und bereits mit einem so genannten Wildvirus des A(H1N1), der von einem Patienten stammt, einen Impfstoff produziert. Bis das Unternehmen aber ein Vakzin mit dem Saatvirus der WHO auf den Markt bringen kann, wird es noch Monate dauern. Vorher müssen klinische Tests mit dem neuen Impfstoff durchgeführt werden und das Verfahren für die Produktion zugelassen werden.

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