Vasella-Abschied bei Novartis
„Sie hinterlassen ein Bild der Gier“

Auf seine Mega-Abfindung hatte der Novartis-Verwaltungsratschef zwar schon vor der Hauptversammlung verzichtet. Dennoch ließen die Aktionäre kaum ein gutes Haar an ihm. Die Schweiz ist in Aufruhr wegen gieriger Manager.
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BaselDaniel Vasella nahm es mit Humor. Schon zum ersten Tagesordnungspunkt der Hauptversammlung des Pharma-Riesen Novartis, der Aussprache zum Jahresbericht, gab es 16 Wortmeldungen. „Haben Sie etwas anderes erwartet?“, fragte er mit einem Lächeln in den Saal.

Er wusste: Es wird ungemütlich werden. Das Interesse am Aktionärstreffen war ungewöhnlich groß: Das Schweizer Fernsehen übertrug das Event sogar live. 2688 Aktionäre waren persönlich nach Basel zum Treffen gereist. Und es ging vor allem um einen Thema: Daniel Vasella und seine Vergütung.

Denn vor einer Woche sickerte über die Presse durch, dass Vasella nach seinem Abgang noch über sechs Jahre insgesamt 72 Millionen Franken (58 Millionen Euro) allein dafür bekommen soll, dass er nicht bei der Konkurrenz anheuert. Ein Sturm der Entrüstung fegte über die Schweiz, sogar Regierungsmitglieder äußerten ihr Unverständnis. Vasella und sein Verwaltungsrat traten darauf hin den Rückzug an, das Vertragspaket wurde annulliert.

Eine Meuterei blieb beim Aktionärs-Treffen in Basel zwar aus; doch die meisten Redner machten aus ihrem Frust keinen Hehl. Die Aktionärin Christine Renaudin zum Beispiel übergab Vasella ein goldenes Kalb. „Denn das ist der einzige Gott, zu dem sie beten“, hielt sie ihm vor. „Sie hätten mit dem Bild eines großen Visionärs abtreten können, doch sie hinterlassen nur das Bild der Gier.“

Dominique Biedermann, der Geschäftsführer der Pensionskassen-Stiftung Ethos, war einer der ersten, der das Feuer eröffnete: „Wie die ganze Schweiz waren unsere 140 Pensionskassen schockiert über den Vertrag über das Konkurrenz-Verbot.“ Ihn ärgert vor allem, dass die Summe der damit verbundenen Vergütung von 72 Millionen Franken nur über die Presse an die Öffentlichkeit gedrungen sind. Der Rückzug des Vertrages sei zwar richtig, „aber es bleibt der schlechte Eindruck, dass dieser Verwaltungsrat nicht richtig funktioniert.“

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Auf die Wutaktionäre kommt es nicht an

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  • Dümmliche Aussage, aber es gibt tatsächlich kaum eine Argumentation für das obzönene Abgreifen von unkontrollierten Angestellten.

  • We young professionals deeply need to live and work out a principle-driven, human and mission-led leadership responsibility.

    Nosotros, los jóvenes profesionales profundamente necesitan para vivir y trabajar en una responsabilidad de liderazgo principios que está humanamente y marcando por una misión.

    F. Heise

  • Peter9999: "nur" Kapital ist vermutlich das, was sie auch gerne hätten. Wäre gespannt, wie grosszügig sie es fremdem Risikomanagement ausleihen würden.

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