Vasella hält Fusion mit Aventis für attraktiv und fordert Regierung in Paris zur Neutralität auf
Frankreichs Börsenaufsicht lockt Novartis aus der Deckung

In einer neuerlichen Stellungnahme an die französische Börsenaufsicht AMF bestätigte Novartis, dass es eine Machbarkeitsstudie zur Übernahme von Aventis abgeschlossen habe und dass eine Übernahme realisierbar scheine.

DÜSSELDORF. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis ist bereit, ein Übernahmegebot für den deutsch-französischen Konkurrenten Aventis abzugeben. Das bestätigte Novartis-Chef Daniel Vasella. Er würde damit gegen die Ende Januar vorgelegte Offerte der französischen Pharmagruppe Sanofi-Synthélabo antreten. Anfang des Monats hatte Vasella zwar Interesse an einem Geschäft mit Aventis signalisiert, zugleich aber deutlich gemacht, dass Novartis noch keine Entscheidung getroffen habe.

In einer neuerlichen Stellungnahme an die französische Börsenaufsicht AMF bestätigte Novartis, dass es eine Machbarkeitsstudie zur Übernahme von Aventis abgeschlossen habe und dass eine Übernahme realisierbar scheine. Allerdings bekräftigten die Schweizer, dass es bisher keine Verhandlungen mit Aventis gebe. Anfang März hatte Novartis auf Anfrage der AMF erstmals eingeräumt, eine Offerte zu prüfen.

Verhandlungen mit Aventis hätten nach französischem Recht zur Folge, dass Aventis alle Unterlagen, in die Novartis Einblick erhielte, auch Sanofi zugänglich machen müsste. Davor scheut Aventis-Chef Igor Landau bisher zurück, der eine Übernahme von Aventis durch Sanofi auf jeden Fall verhindern will.

Die Sanofi-Offerte läuft nach inoffiziellen Angaben der AMF mindestens noch bis Ende Mai. Deswegen wolle sich Landau so lange wie möglich bedeckt halten, verlautete aus Unternehmenskreisen. Allerdings hat es offenbar Kontakte auf unteren Managementebenen gegeben, die zur Vorbereitung der Machbarkeitsstudie beigetragen haben. Angeblich laufen diese Kontakte über deutsche Aventis-Manager, die eine Stärkung des französischen Einflusses im Konzern ablehnen.

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