Vasella-Vertrag verlängert – Neue Organisationstruktur
Starkes Pharmageschäft bringt Novartis voran

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und der Finanzkrise in diesem Jahr wie geplant im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen und einen neuen Höchstwert beim Gewinn erzielen. Diese Prognose bekräftigte das Unternehmen gestern bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal.

FRANKFURT. Die Finanzkrise hat nach den Worten von Finanzvorstand Raymond Breu nur „minimalen direkten Einfluss“ auf das Ergebnis des Unternehmens. Die Quartalszahlen trafen die Erwartungen der Analysten, die die Novartis-Papiere derzeit als „sicheren Hafen“ ansehen. Nachdem der Aktienkurs am vergangenen Freitag bereits um zwölf Prozent zugelegt hatte, lag die Aktie gestern Nachmittag in Zürich noch leicht im Minus. Händler vermuteten Gewinnmitnahmen.

Ab Dezember erweitert der Pharmakonzern seine Führungsriege. Jörg Reinhardt, bisher Leiter der Impfstoff- und Diagnostiksparte, wird in die neue Funktion des Chief Operating Officer berufen und soll Novartis-Chef Daniel Vasella entlasten. Der will sich nach Aussage eines Novartis-Sprechers stärker auf strategische Belange konzentrieren. Vasella behält weiterhin seine – unter Corporate-Governance-Gesichtspunkten immer wieder kritisierte – Doppelfunktion als CEO und Verwaltungsratschef. Sein Vertrag wurde gerade bis 2010 verlängert.

Reinhardts Nachfolger in der Impfstoffsparte wird Andrin Oswald, gegenwärtig CEO der Biotechfirma Speedel, die gerade von Novartis übernommen worden ist. Thomas Ebeling, Leiter der Sparte Consumer Health, verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Ebeling war vor einem Jahr aus der Führung des damals schwächelnden Pharmageschäfts abgezogen worden und mit der Leitung des Consumergeschäfts beauftragt worden. Seine Funktion übernimmt George Gunn zusätzlich zu seiner Aufgabe als Leiter der Geschäftseinheit Tiergesundheit.

In der derzeit stagnierenden Generikasparte Sandoz wird das Management ebenfalls ausgewechselt: Jeff George aus der Pharmasparte wird die Nachfolge von Sandoz-Chef Andreas Rummelt antreten. Rummelt übernimmt eine neu geschaffene Position im Bereich Qualitätssicherung und technische Operationen. Außerdem schafft Novartis eine neue Geschäftseinheit, die sich auf die Entwicklung innovativer Molekulardiagnostik konzentriert.

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