Vattenfall-Meiler
Schwedischer Reaktor wieder angefahren

Lichtblick für die Kernkraftsparte des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall: Der wegen eines Lecks abgeschaltete Reaktor 2 im Atomkraftwerk Ringhals ist wieder ans Netz gegangen, und auch für den Pannen-Meiler Forsmark geht es wieder aufwärts.

HB STOCKHOLM. Reaktor 2 in Ringhals produziere seit Donnerstag wieder Strom, teilte die Betreibergesellschaft mit. Der Reaktor, einer von insgesamt vieren des Kraftwerks, war in der vorigen Woche nach der Störung heruntergefahren worden. Bei dem Wasserleck habe keine Gefahr für die Beschäftigten bestanden, sagte ein Sprecher. An der Ringhals-Betreibergesellschaft hält Vattenfall 70 Prozent der Anteile, der Rest gehört der schwedischen Tochter des deutschen Versorgers Eon.

Die schwedischen Meiler, die die Hälfte des landesweit benötigten Stroms produzieren, sind in den vergangenen Monaten durch mehrere Pannen ins Gerede gekommen. Erst am Mittwoch vor einer Woche hatte die Atomaufsichtsbehörde entschieden, der Reaktor 1 im Kraftwerk Forsmark dürfe nach einem Vorfall vorerst nicht wieder ans Netz gehen. Zunächst müssten umfangreiche Inspektionen die Unbedenklichkeit bestätigen. Wegen Problemen mit der Dichtung war der Reaktor am 3. Februar ebenso abgeschaltet worden wie der nahezu baugleiche Reaktor Forsmark 2. Der Direktor des Kraftwerks trat daraufhin zurück.

Am Donnerstag teilte Vattenfall jedoch mit, Forsmark 1 solle im März wieder angefahren werden. Die Einschätzung der Lage habe ergeben, dass der Reaktor am 11. März die Produktion wieder aufnehmen könne. Das Kraftwerk gehört zu 66 Prozent Vattenfall, den Rest teilen sich Eon und die Mellansvensk Kraftgrupp.

Im vergangenen Jahr gab es eine ganze Reihe von Problemen bei schwedischen Atomkraftwerken. Bereits im Juli wurde Forsmark 1 nach einem Kurzschluss für längere Zeit still gelegt. Forsmark 2 ist mittlerweile wieder angefahren worden.

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