Vattenfall
verwies auf die anhaltende Debatte um die Forderung der EU-Kommission nach einer eigentumsrechtlichen Trennung von Stromerzeugung und Netzbetrieb. "Eine Entflechtung des Strommarktes scheint unausweichlich." Die EU-Kommission verspricht sich davon mehr Wettbewerb und niedrigere Preise.
Eon
hatte einem Verkauf seines Höchstspannungsnetzes zugestimmt, nachdem die EU-Kommission in Aussicht stellte, Kartellverfahren beizulegen. Analysten schätzen den Wert des Eon
-Netzes auf 1,8 Milliarden Euro. Eon
hatte die Möglichkeit einer Netz AG ins Spiel gebracht, in der die vier führenden Betreiber Eon
, Vattenfall
, RWE
und EnBW
ihre Trassen einbringen könnten.
EnBW
bekräftigte am Freitag, an seinen Übertragungsnetzen festzuhalten, und widersprach damit einem Vorabbericht der "Welt". Das Unternehmen habe sich zwar am Kapitalmarkt über den Wert der Netze informiert, sagte ein Sprecher. "Wir waren neugierig, wie der Kapitalmarkt die Netze bewertet.
Der Kapitalmarkt bewertet die Netze positiv." Dies bestätige den Konzern aber in seiner Absicht, "die Netze nicht zu verkaufen". Die "Welt" hatte berichtet, EnBW
spreche mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) über einen Teilverkauf.

