Für Vattenfall
dürfte der politische Druck aus Brüssel nicht allein ausschlaggebend gewesen sein. "Die Entscheidung von Vattenfall
kommt nicht überraschend", sagte Sal.-Oppenheim-Analyst Matthias Heck.
"Auf Vattenfall
dürften ähnlich wie auf Eon
wegen des Anschlusses von On- und Off-Shore-Windanlagen in den kommenden Jahren ernorme Investitionen zukommen." Von daher dürfe es sich um eine strategische Entscheidung handeln.
Potenzielle Investoren stehen bereits bereit. Neben dem britischen Netzbetreiber National Grid
und dem australischen Finanzinvestor Macquarie hat auch die US-Investmentbank Morgan Stanley
Interesse an den Netzen angemeldet.
"Wir schauen uns die auf den Markt kommenden deutschen Übertragungsnetze genau an", sagte der zuständige Morgan-Stanley
-Manager Markus Hottenrott am Freitag. Bei größeren Investments seien auch Käufer-Konsortien denkbar.
Als mögliche Bieter werden in Finanzkreisen auch die britischen Beteiligungsfirmen 3i
und Terra Firma sowie die Deutsche-Bank-Tochter Rreef und der Allianz-Konzern gehandelt.

