Vauxhall
Britische Gewerkschaften wollen Job-Erhalt

Nach der Rettung des Opel-Konzerns möchte auch die britische Vauxhall endlich Sicherheit. Bei der GM-Tochter im Vereinigten Königreich mehrt sich die Kritik an der Regierung in London. Die Gewerkschaft Unite fordert nun Maßnahmen zum Job-Erhalt.

HB LONDON. Nach der Einigung auf eine Rettung von Opel haben in Großbritannien Gewerkschaftsführer die Regierung ihres Landes aufgefordert, stärker für den Erhalt von Arbeitsplätzen bei der britischen GM-Tochter Vauxhall einzutreten. Während die Deutschen die Hauptrolle bei der Einigung über die Zukunft eines Großteils von GM Europe gespielt hätten, hätten die Briten anscheinend nur tatenlos zugesehen, kritisierte der Generalsekretär der Gewerkschaft Unite, Derek Simpson, am Samstag. Die Garantien für deutsche Werke infolge des Engagements der Bundesregierung seien ein Grund zur Sorge für alle anderen.

In den mehrstündigen Beratungen war in der Nacht ein Rettungskonzept für einen Großteil des GM-Europageschäfts vereinbart worden, zu dem sowohl Opel als auch Vauxhall gehören. Dieses sieht vor, dass der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna als Investor einsteigt. Flankiert wird dies durch eine Treuhandlösung und einen Überbrückungskredit an Opel von 1,5 Mrd. Euro, den der deutsche Staat absichert und zu dem auch Magna beiträgt. Magna-Co-Chef Siegfried Wolf hat angekündigt, alle vier deutschen Opel-Werke und so viele Stellen wie möglich erhalten zu wollen. Die Bundesregierung rechnet auf der Grundlage des bisherigen Konzepts von Magna damit, dass rund 2600 der 25 000 Arbeitsplätze wegfallen. Europaweit droht durch die Magna-Pläne der Abbau von rund 11 000 Stellen.

Großbritanniens Wirtschaftminister Peter Mandelson hat zwar angekündigt, eine schnelle Bestätigung von Magna zu ersuchen, dass bei Vauxhall keine Arbeitsplätze verloren gehen werden. Die britischen Gewerkschaften kritisierten jedoch, dass Mandelson nicht stärker in die Verhandlungen über die GM-Töchter eingebunden war. Die Zahl der Arbeitslosen in Großbritannien ist zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt auf über zwei Mio. gestiegen und wird Prognosen zufolge bis Ende des Jahres auf drei Mio. steigen.

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