VDEW fordert eine Versachlichung der Debatte
Energieversorger wollen trotz Proteste Preiserhöhung durchsetzen

Die Energieversorger halten trotz aller Proteste an der geplanten Strompreiserhöhung fest. Der Branchenverband VDEW verteidigte den Schritt und forderte eine Versachlichung der Debatte.

HB BERLIN.

Der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) lässt sich trotz massiver Kritik nicht von seinen Plänen abbringen. Die Versorger werden die beantragten Strompreiserhöhungen «nicht zurückziehen», sagte VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», wie die Zeitung am Samstag vorab berichtete. Er bezeichnete die Proteste als «Kesseltreiben gegen die Versorger» und hofft auf eine Versachlichung der Debatte durch den geplanten Energiegipfel mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

Über den Zeitpunkt der Preiserhöhung könne man streiten, fügte Meller hinzu. Allerdings zeigte er Verständnis für die Nöte der Konzerne: Die Preise könnten nur zum Jahresende erhöht werden. Und wenn eine Erhöhung aus Unternehmenssicht notwendig sei, könne nicht noch ein Jahr gewartet werden.

Mit Blick auf eine Erhöhung der allgemeinen Stromtarife für Haushalte und Gewerbe verwies der Hauptgeschäfsführer der Verbandes auf die Länder: Es liege letztlich am Staat, ob die beantragten Preiserhöhungen von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Die Sonderverträge für die Industrie unterlägen der Missbrauchsaufsicht durch die Kartellbehörden des Bundes und der Länder, betonte Meller.

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