VDIK
Absatz-Drama der Autobauer bessert sich

Die Talfahrt am deutschen Pkw-Markt hat sich abgebremst. Im September seien 260 000 Fahrzeuge neu registriert worden. Das ist deutlich weniger als vor einem Jahr, aber wieder besser als im August.
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HB HAMBURG. Im September wurden 17,8 Prozent weniger als Autos abgesetzt als im Vorjahreszeitraum, teilte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) in Bad Homburg auf Grundlage vorläufiger Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes mit.

Damit schrumpfte der Pkw-Absatz weniger stark als noch im Vormonat: Im August waren 27 Prozent weniger neue Autos auf die Straßen gekommen als vor Jahresfrist. Vor einem Jahr war die Abwrackprämie ausgelaufen. Von den hohen Auftragsbeständen hatten die Autobauer im Anschluss noch einige Zeit gezehrt.

Seit Jahresbeginn wurden laut dem Importeursverband 2,167 Mio. Fahrzeuge neu angemeldet, 27,5 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2009. VDIK-Präsident Volker Lange zeigte sich zuversichtlich, dass der Rückgang bis zum Jahresende weiter abnehmen werde. "Ich gehe davon aus, dass sich die drastischen monatlichen Marktrückgänge als Folge der Umweltprämie bis zum Jahresende der Null-Marke nähern werden."

Die private Pkw-Nachfrage entwickle sich stabiler als erwartet. Mit 950 000 Neuzulassungen liege der Privatmarkt nur ein Prozent unter dem Niveau von 2008. Die staatliche Stütze hatte den Pkw-Absatz im vergangenen Jahr auf 3,8 Mio. Fahrzeuge emporgetrieben. Für das laufende Jahr erwarten Experten und Verbände etwa eine Million Zulassungen weniger.

Während sich die Neuanmeldungen in diesem Jahr in Deutschland bereits seit mehreren Monaten im Rückwärtsgang befinden, profitieren die Autobauer von der hohen Nachfrage in China und den USA und können ihre Werke auslasten. Die offiziellen Neuzulassungszahlen für Deutschland will das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt im Laufe des Tages veröffentlichen.

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