VDMA-Zahlen: Maschinenbau in Deutschland holt weiter auf

VDMA-Zahlen
Maschinenbau in Deutschland holt weiter auf

Mit dem deutschen Maschinenbau geht es weiter aufwärts. Bei den Unternehmen dieser Schlüsselindustrie gingen im August real 45 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vorjahresmonat, teilte der Branchenverband VDMA mit. Gleichzeitig bereitete er die Betriebe auf eine nachlassende Dynamik bei ihrer Aufholjagd vor.
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HB FRANKFURT. Der deutsche Maschinenbau setzt seine Aufholjagd in rasantem Tempo fort. Bei den Unternehmen dieser Schlüsselindustrie gingen im August real 45 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vorjahresmonat, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Die exportorientierte Branche erholt sich damit weiter in großen Schritten von dem dramatischen Einbruch im Krisenjahr 2009. Damals war die Produktion um ein Viertel (24,5 Prozent) geschrumpft, für 2010 erwartet der Verband nun ein Wachstum von 6 Prozent, wie VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers am Donnerstag bestätigte.

Wann das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird, steht aber noch in den Sternen. Selbst von dem prognostizierten Wachstum für 2010 ist die Branche derzeit noch weit entfernt, wie Wiechers betont: "In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden wir noch mit Minusraten in der Produktion konfrontiert. Mittlerweile hatten wir einen Schwenk: In den ersten sieben Monaten hatten wir bereits ein Plus von zwei Prozent. Zwischen dem Plus zwei und dem Plus sechs zum Jahresende ist also noch Luft."

Der Optimismus fuße auf der Entwicklung bei den Auftragseingängen. Diese schlagen mit etwa einem halben Jahr Verzögerung auf Umsatz und Produktion durch.

Im August zog das Geschäft mit einem Orderplus von 55 Prozent vor allem im Ausland kräftig an, während das Inlandsgeschäft um 30 Prozent zulegte. "Vor einem Jahr kam die Dynamik nur aus China, jetzt mit Ausnahme Japans aus ganz Asien und aus allen größeren lateinamerikanischen Ländern", sagte Olaf Wortmann, Konjunkturexperte des VDMA: "Selbst in Europa dreht sich der Wind. Es gibt einen Haufen Wachstumspotenzial."

Auch bei den Beschäftigtenzahlen mache sich der Boom bemerkbar. Im Juli stieg die Zahl der Mitarbeiter erneut leicht, vor allem aus saisonalen Gründen. Damit beschäftigte die Branche Ende Juli rund 905 000 Menschen, etwa 25 000 weniger als im Vorjahr. "Ende August wird die Beschäftigtenzahl weiter steigen. Es sieht gut aus, wir haben keinen Abbau mehr", betonte Wortmann.

Dennoch bereitete Wiechers die Betriebe auf eine nachlassende Dynamik bei ihrer Aufholjagd vor, an der sich inzwischen alle Fachzweige beteiligten: "Wichtige Impulse werden in den nächsten Monaten schwächer. Konjunkturpakete sind ausgelaufen oder laufen demnächst aus. Auch die Lagereffekte werden nicht mehr diese Impulse bringen, denn man kann sein Lager nur einmal füllen."

Insgesamt blieben die Wachstumsaussichten in den Kundenländern aber positiv: "Insofern sind wir positiv gestimmt für die kommenden Monate."

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