Vectra-Nachfolger
Opel baut weiteres Modell für die USA

Der US-Autokonzern General Motors intensiviert die Zusammenarbeit zwischen der deutschen Tochtergesellschaft Opel und deren US-Schwestermarke Saturn. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen wird die Saturn-Modellpalette in den USA um ein weiteres in Europa gebautes Auto von Opel erweitert.

hz DÜSSELDORF. Nach dem Kompaktwagen Opel Astra aus Antwerpen soll ab der zweiten Jahreshälfte 2009 auch der Nachfolger des Opel Vectra Caravan – ein Kombi – aus Rüsselsheim unter der Marke Saturn in die USA exportiert werden, hieß es. Geplant sei, etwa 40 000 bis 50 000 Einheiten pro Jahr in die Staaten zu verschiffen. Ein Opel-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren. Schon der aktuelle Saturn Mittelklassewagen Aura und der Opel Vectra sind in der Basisversion baugleich; allerdings wird der Aura in den USA hergestellt.

GM-Europachef Carl-Peter Forster hatte bereits im vergangenen Dezember im Gespräch mit dem Handelsblatt nicht ausgeschlossen, dass auch eine Variante des Saturn Aura im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim gebaut werden könnte. GM-Chef Rick Wagoner hatte aber später betont, dass kein Opel Vectra in die USA exportiert werde.

Doch das Dementi hat keinen Wert. Denn der Caravan wird dort nicht unter dem Opel-Signet, sondern unter dem Saturn-Label verkauft. Zudem ist es bei GM beschlossene Sache, dass der nächste Opel Mittelklassewagen nicht mehr den Namen Vectra tragen soll. Als neuer Name ist neben Insignia – der Bezeichnung für eine vor Jahren auf der IAA gezeigte Opel-Oberklassen-Studie – auch der Name des Saturn-Schwestermodells Aura im Gespräch.

Für das bisher nicht ausgelastete Werk Rüsselsheim ist der Auftrag aus den USA ein weiterer wichtiger Beitrag, um die Kapazitäten künftig besser auszulasten. Bei Opel stehen nach Betriebsratsangaben wegen Überkapazitäten erneut mehrere tausend Jobs sowie ein Astra-Werk in Europa auf der Kippe. Die Mitte März begonnenen Verhandlungen mit dem Management über die Produktion des nächsten Kompaktwagens, dem wichtigsten Modell des Konzerns in Europa, gehen derzeit in die heiße Phase. Dass nach dem Astra auch der nächste Mittelklassewagen aus Rüsselsheim in die USA geht, ist vor diesem Hintergrund deshalb für die Beschäftigten ein Hoffnungsschimmer, auch wenn das Exportvolumen nicht sonderlich ins Gewicht fällt.

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