Veolia
Übernahmekampf in Frankreich

Veolia will sich offenbar die Führungskrise beim weltgrößten Baukonzern Vinci zu nutze machen. Vinci lehnt das Fusionsangebot des französischen Wasserversorgers aber als „feindlich“ ab.

ali PARIS. Veolia-Chef Henri Proglio soll mit Vinci die Möglichkeit einer Fusion der beiden Konzerne ausloten, teilte der Veolia-Verwaltungsrat am Mittwoch Abend mit. Vincis Antwort kam prompt: Solch ein Projekt sei „ohne strategisches Interesse“ und würde keinerlei Synergien bieten. Der Annäherungsversuch wurde als feindlich eingestuft. Nach Vincis Ablehnung gab der Kurs des Baukonzerns nach, der von Veolia legte zu.

Veolia legte keine Details eines möglichen Gebots offen. Analysten halten es indes für unwahrscheinlich, dass der Wasserversorger nun einen feindlichen Übernahme-Versuch wagt. Dazu fehlten Veolia die Mittel. Der Versorger weist Netto-Schulden von elf Mrd. Euro aus, das sind 194 Prozent vom Eigenkapital. Ferner drohten bei feindlichen Übernahmen im Bausektor Substanzverluste für den Käufer, schreiben die Experten von Oddo in einem Kommentar. Veolia wollte keine Angaben machen, ob der Konzern feindliche Offerte vorbereitet.

Veolia ist mit einem Umsatz von rund 25 Mrd. Euro einer der größten Wasserversorger der Welt. Die ehemalige Vivendi-Tochter macht 35 Prozent seines Geschäfts mit Wasser, 26 Prozent mit Entsorgungsdienstleistungen, ferner ist der Konzern im öffentlichen Nahverkehr und bei Energie-Diensten aktiv.

Vinci ist mit einem Umsatz von 24 Mrd. Euro der größte Baukonzern der Welt. 39 Prozent des Umsatzes trägt das Baugeschäft bei, daneben ist Vinci stark im Konzessionsgeschäft, etwa dem Betrieb von Autobahnen. Erst jüngst erwarb Vinci den Autobahnbetreiber ASF.

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