Verband bekräftigt Prognose für 2008
Maschinenbauer lassen sich von Finanzkrise nicht beirren

Die deutschen Maschinenbauer halten trotz Sorgen über die Entwicklung der Weltwirtschaft an ihren Erwartungen fest. Allerdings hatte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) bereits zuvor seine Prognose nach unten korrigiert. 2007 dürfte ein Rekordjahr für die Branche gewesen sein.

HB FRANKFURT. Das Produktionsvolumen werde in diesem Jahr um real fünf Prozent zulegen, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Manfred Wittenstein, am Dienstag in Frankfurt. Der Verband hatte die Latte für 2008 bereits tiefer gehängt, für das vergangene Jahr hatte er ein Plus von elf Prozent in Aussicht gestellt. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor. Wittenstein bekräftigte, dass die Branche nach rund 50 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen 2007 im laufenden Jahr nur noch etwa 10 000 Stellen schaffen werde.

Sorge bereiten den Maschinenherstellern der hohe Euro-Kurs und die Krisen an den Finanzmärkten. Durch den schwachen Dollar seien Aufträge an Wettbewerber aus Japan und dem Dollar-Raum verloren gegangen. Im größten Auslandsmarkt, den USA, sei 2007 der Handel mit Maschinen und Anlagen „Made in Germany“ leicht zurückgegangen.

Die Tendenz bleibe negativ, warnte Wittenstein. „Die Immobilienkrise wurde über die Bankenkrise zur allgemeinen Finanzmarktkrise und droht nun die Realwirtschaft zu infizieren.“ Der VDMA gehe davon aus, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr an Tempo verlieren werde. Dies habe der Verband in seiner Prognose aber bereits berücksichtigt. „Wir profitieren nun davon, dass wir mit einer vorsichtigen Setzung in die Prognoserunde 2007/08 eingestiegen sind.“

Die Maschinenbauer dürften ein Rekordjahr hinter sich haben. Die Prognosen ließen ein Produktionsvolumen von 181 Mrd. Euro erwarten, Die Exportquote lag bei 76,5 Prozent. Vor allem Baustoff- und Bergbaumaschinen, aber auch Anlagen für die Textil- und Nahrungsmittelindustrie fanden reißenden Absatz.

Die Branche beschäftigt rund 935 000 Menschen.

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