Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW): Stromwirtschaft erwartet Investitionslawine

Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW)
Stromwirtschaft erwartet Investitionslawine

Verglichen mit anderen Ländern blieben die Deutschen von größeren Stromausfällen bislang verschont. Versorgungssicherheit gebe es jedoch nicht zum Nulltarif, so die der Verband der Elekrizitätswirtschaft (VDEW). Angesichts des Ausstiegs aus der Kernenergie sowie der notwendigen Erneuerung alter Kraftwerke stehe die Branche vor einer Investitionslawine.

HB BERLIN. Die Stromwirtschaft hat von der Bundesregierung ein energiepolitisches Gesamtkonzept gefordert, auf dessen Basis sie möglichst bald Großinvestitionen von bis zu 40 Milliarden Euro realisieren kann.

„Wir gehen davon aus, dass 30 bis 40 Milliarden Euro investiert werden müssen“, sagte der Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Werner Brinker, am Donnerstag in Berlin. Es gehe bis 2020 um den Zubau von 40 000 bis 50 000 Megawatt (MW) Kraftwerkskapazität, um alte Anlagen, darunter auch die Atomkraftwerke, zu ersetzen. Zudem erwarte die Branche langfristig einem durchschnittlichen Zuwachs des Stromverbrauchs von 0,5 Prozent im Jahr. Im vergangenen Jahr habe der Verbrauch, vor allem witterungsbedingt, um etwa zwei Prozent zugenommen. Der Verbrauch werde vermutlich auch 2004 ansteigen, wenn sich das erhoffte Wirtschaftswachstum einstelle. Die Preise für Strom dürften in den nächsten Jahren tendenziell eher weiter steigen. „Die Stromwirtschaft erwartet, dass die Politik das Flickwerk nicht aufeinander abgestimmter Einzelmaßnahmen beendet und endlich ein energiepolitisches Konzept aus einem Guss vorlegt“, forderte Brinker. Angesichts der bis zu zehn Jahre dauernden Vorlaufzeiten für neue Kraftwerksbauten müsse die Politik möglichst noch in diesem Jahr die Rahmenbedingungen schaffen, um die Planungen aufnehmen zu können. Auch vereinfachte Genehmigungsverfahren seien nötig.

„Versorgungssicherheit nicht zum Nulltarif“

Die anstehenden milliardenschweren Investitionen der deutschen Stromwirtschaft werden nach Brinkers Worten auch der Gesamtwirtschaft Wachstumsimpulse geben. Schon jetzt sei die Branche mit einem Investitionsvolumen von rund vier Milliarden Euro in den vergangenen beiden Jahren der viertgrößte Investor in der deutschen Industrie.

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