Verband rät zum Widerspruch
Gasversorger erhöhen ihre Preise erheblich

Zum Start der Heizsaison müssen viele Verbraucher in Deutschland mit erheblich höheren Gaspreisen rechnen. Große Versorger planen von Oktober an Aufschläge von bis zu zehn Prozent. Viele Unternehmen haben noch keine Entscheidung getroffen, verweisen aber auf gestiegene Beschaffungskosten, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Der Bund der Energieverbraucher rät zum Widerspruch.

HAMBURG. Die Bundesnetzagentur will dagegen für niedrigere Preise sorgen: Die Bonner Behörde prüft die Entgelte für die Weiterleitung von Gas. Erste Bescheide soll es in den nächsten Wochen geben. Viele Versorger kündigten an, etwaige Senkungen an die Verbraucher weiterzugeben.

Ein Großteil der Kunden wird den Gasanbieter weiterhin nicht wechseln können, obwohl Netzagentur und Gaswirtschaft eine entsprechende Marktöffnung von Oktober an vereinbart hatten.

Der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, kritisierte die Gaspreise am Freitag als „jetzt schon viel zu hoch“. Er riet, Erhöhungen zu widersprechen. Mehrere Gerichte hätten bereits zu Gunsten von Gas- und Strompreiskunden entschieden. Die Proteste hätten Wirkung gezeigt: „Sonst wären die Erhöhungen noch unverschämter ausgefallen.“

Anfang 2007 werden vielerorts auch die Strompreise steigen. Das haben Stromversorger angekündigt. Tochterunternehmen des Eon-Konzerns kündigten Preiserhöhungen zwischen 0,39 und 0,63 Cent pro Kilowattstunde an. Damit wird Gas für die insgesamt 500 000 Kunden bis zu zehn Prozent teurer.

Auch RWE wird voraussichtlich die Preise erhöhen. „Es ist davon auszugehen, dass es zu Preisanpassungen kommt“, sagte ein Sprecher von RWE Energy in Dortmund. Mitgas in Gröbers (Sachsen-Anhalt) prüft ebenfalls Preiserhöhungen. Das Unternehmen versorgt 186 300 Kunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und 19 Stadtwerke.

Die Stadtwerke Rostock – mit 53 000 Kunden – hat sich bereits entschieden, Termin und Ausmaß der Preiserhöhungen sind aber unklar. „Auch an uns geht der Kelch nicht vorüber“, sagte ein Sprecher. Die Stadtwerke Leipzig wollen wie die Stadtwerke Schwerin noch abwarten.

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