Verbandstreffen
Schuhbranche verbucht 2008 Umsatzminus

Deutschlands Schuhbranche hat das vergangene Jahr mit einem leichten Umsatzminus abgeschlossen. Und auch für 2009 sprühen die Unternehmen nicht gerade vor Optimismus.

HB DÜSSELDORF. Der Erlös der Händler sei im Vergleich zu 2007 um zwei Prozent auf 6,39 Mrd. Euro gesunken, sagte die Präsidentin des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE), Brigitte Wischnewski, am Mittwoch in Düsseldorf. Als Gründe nannte sie eine gedämpfte Konsumlaune im ersten Halbjahr, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sowie wetterbedingte Umsatzschwankungen in nachfragestarken Monaten. Für 2009 sei der Schuhhandel "verhalten optimistisch".

Das laufende Jahr sei dank der überwiegend kalten Temperaturen "ordentlich gestartet", vor allem gefütterte Schuhe seien in den vergangenen Wochen gut verkauft worden. "Wenn wir 2009 mit einer Nullrunde rauskommen, wäre das gut", sagte Wischnewski. Nach einer BDSE-Umfrage vom Januar rechnet etwa die Hälfte der Mitgliedsunternehmen für 2009 mit gleichbleibenden oder steigenden Umsätzen.

"Bei Schuhen gibt es einen ständigen Bedarf durch Abnutzung", betonte Wischnewski. Dennoch klagten viele Händler über weniger Kundschaft. Auch wachsende Energie- und Beschaffungskosten sowie ein steigender Wettbewerbsdruck - vor allem durch Filialketten - machten der Branche zu schaffen.

Die Schuhhersteller erwarten nach Angaben des Bundesverbands der Schuhindustrie (HDS) für 2008 ebenfalls einen etwas niedrigeren Umsatz als 2007. Damals hatte er 2,8 Mrd. Euro betragen. Sorgen bereite der Branche vor allem die wirtschaftliche Lage in wichtigen Exportländern wie Frankreich, Italien und Spanien. Aus Russland berichteten Mitgliedsfirmen bereits von zunehmenden Stornierungen und Zahlungsschwierigkeiten der dortigen Kunden, sagte HDS- Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert. Genaue Zahlen will der Verband zur internationalen Schuhmesse GDS vorlegen, die am 13. März in Düsseldorf beginnt.

Bei der dreitägigen Schau zeigen rund 800 Aussteller (minus drei Prozent) aus 29 Ländern die Trends für die nächste Herbst/Winter- Saison. Zur parallel veranstalteten Messe Global Shoes, bei der internationale Anbieter preisgünstige Waren für den Massenmarkt anbieten, kommen 310 Aussteller - 29 Prozent weniger als bei der Vorveranstaltung. Einer der Gründe sei, dass beispielsweise in China hunderte Produktionsstätten ihre Fertigung eingestellt hätten, sagte der Düsseldorfer Messechef Werner Dornscheidt. Abgesprungen seien vor allem kleinere Firmen.

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