Verbesserte Auftragslage
Carl Zeiss Vision entlässt weniger Angestellte

Beim Brillenhersteller Carl Zeiss Vision in Aalen wird der Stellenabbau weniger hart als geplant. Statt 400 Stellen werden nur 220 Stellen gestrichen. Aalen bleibt Produktionsstandort für Brillen.

iw DÜSSELDORF. In einer internen Mitteilung bestätigen sowohl der Geschäftsführer Rudi Spiller als auch der Betriebsrat, dass in Aalen nicht mehr 400 sondern 220 Stellen wegfallen. Dabei soll die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen auf 60 gedrückt werden. 120 Mitarbeiter haben bereits Abfindungen angenommen, 40 werden bis Ende 2007 sozialverträglich aus dem Unternehmen ausscheiden. Insgesamt sind in Aalen nach dem Abbau noch 1 200 Mitarbeiter beschäftigt. An der Carl Zeiss Vision GmbH sind der Mutterkonzern Carl Zeiss und der schwedische Finanzinvestor EQT je zur Hälfte beteiligt. Geschäftsführer Spiller erklärt die abgeschwächten Maßnahmen in der Mitteilung mit einer verbesserten Auftragslage. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 426 Mill. Euro. Dennoch mussten die Mitarbeiter Einschnitte hinnehmen. Künftig werden sie bei gleicher Bezahlung 50 Stunden pro Jahr mehr arbeiten. Die Wochenarbeitszeit liegt dann bei etwas mehr als 36 Stunden. Außerdem entfallen zahlreiche Zuschläge, etwa für die Samstagsarbeit. Ursprünglich wollte die Geschäftsführung 9,5 Mill. Euro einsparen. Laut Betriebsrat sind es nun fünf Mill. Euro geworden. Die Vereinbarung gilt bis zum 30. September 2010. Bis dahin verpflichtet sich Carl Zeiss Vision, die Personalstärke bei mindestens 1 020 Mitarbeitern zu halten. Außerdem müssen mindestens zwei Drittel der Belegschaft in der Produktion tätig sein.

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