Verbesserung in allen Bereichen geplant
Daimler-Chrysler will 2003 in der Bussparte zulegen

Trotz eines nach wie vor schwierigen Marktumfeldes rechnet der deutsch-amerikanische Fahrzeugbauer Daimler-Chrysler 2003 mit einem Gewinn- und Umsatzplus in seiner Bussparte. In den ersten sechs Monaten konnte der weltgrößte Busanbieter in dem Bereich bei stagnierendem Absatz die Erlöse steigern.

Reuters STUTTGART. „Wir erwarten für das Gesamtjahr 2003 eine Verbesserung bei Absatz, Umsatz und Ergebnis“, sagte Wolfgang Diez, Leiter des Geschäftsbereichs Daimler-Chrysler Omnibusse, am Montag in Stuttgart. Das Plus bei Umsatz und Absatz solle bei jeweils zehn Prozent liegen, beim Ergebnis werde sogar mit einem überproportionalen Anstieg gerechnet. Auch die Tochter Evobus Gmbh, die die Marken Mercedes-Benz und Setra bündelt und 2002 Millionenverluste einfuhr, werde insbesondere in Europa wieder „einen angemessenen Ergebnisbeitrag“ leisten. „Das wird weitaus mehr als ein Break-Even sein“, fügte Diez hinzu.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Busunglücke will Daimler-Chrysler als nach eigenen Angaben erster Hersteller der Welt bei einem Großteil - rund 70 Prozent - seiner Reiseomnibusse ab Oktober serienmäßig ein elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP) einführen.

Die Daimler-Chrysler-Aktie notierte am frühen Nachmittag mit 2,7 Prozent im Plus bei 35,65 Euro.

Umsatzplus im Halbjahr

Daimler-Chrysler hält nach eigenen Angaben mit seinen Marken Setra, Orion und Mercedes-Benz weltweit einen Marktanteil von rund 14 Prozent und sieht sich somit als Branchenprimus. 2002 hatte Daimler-Chrysler Omnibusse bei einem Umsatz von drei Mrd. Euro 25.100 Fahrzeuge verkauft. Der gesamte Daimler-Chrysler-Konzern erlöste im Vorjahr rund 150 Milliarden Euro.

Angesichts der weiter flauen Konjunktur stagnierte der Absatz der Omnibussparte den Angaben zufolge in den ersten sechs Monaten bei 12 000 Einheiten. Der Umsatz kletterte aber zugleich um sechs Prozent auf 1,4 Mrd. Euro. EvoBus verbuchte mit 2600 Einheiten sogar einen um elf Prozent höheren Absatz sowie ein Umsatzplus von 16 Prozent auf 0,9 Mrd. Euro. Nicht einbezogen in EvoBus sind die Marke Orion sowie das Busgeschäft in Lateinamerika und der Türkei.

"Überaus zufrieden mit der Auslastung"

Nach mehreren rückläufigen Jahren gibt es im laufenden Jahr Anzeichen für eine allgemeine Stabilisierung des Busgeschäfts - von einer durchgreifenden Nachfragebelebung ist die Branche aber noch weit entfernt. Hinzu kommt ein starker Wettbewerb, der sich in hohem Kostendruck widerspiegelt. Mitbewerber wie MAN versuchen deshalb, ihre Produktion vermehrt in Billiglohnländer zu verlegen. Dennoch fahren die Münchener bislang weiterhin hohe Verluste ein. Diez zeigte sich hingegen mit der Auslastung der Werke im Inland „überaus zufrieden“. Die Beschäftigung an den deutschen Standorten sei damit gesichert, ergänzte er. Zugleich kündigte der Bereichschef eine verstärkte Konzentration auf asiatische Märkte an. „Es gibt für Daimler-Chrysler in Asien in den größten Einzelmärkten der Region noch erheblichen Nachholbedarf und damit Chancen für überdurchschnittliches Wachstum“, sagte Diez. In Asien kooperiert Daimler-Chrysler Omnibusse bereits mit Mitsubishi Fuso und Hyundai.

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