Verbindliche Richtlinien für gemeinsames Vorgehen
Opel- und Saab-Betriebsräte stimmen sich ab

In Trollhättan bei Göteborg haben Gewerkschaftsvertreter aus Schweden und Deutschland am Freitag Informationen über die Sparpläne des US-Konzerns General Motors (GM) ausgetauscht.

HB GÖTEBORG. Wie die Nachrichtenagentur TT berichtete, war das Treffen am Stammsitz der schwedischen GM-Tochter Saab auf Initiative von IG-Metall-Funktionären aus Rüsselsheim zu Stande gekommen.

GM hatte als Teil seiner umfassenden Sparpläne angekündigt, dass entweder Rüsselsheim oder Trollhättan nach der Zusammenlegung der Produktion der Neuner-Reihe des Saab sowie des Opel Vectra einzige Produktionsstätte werde. Der Darmstädter IG-Metall-Sekretär Günther Lorenz sagte in Trollhättan, er sei überrascht, wie modern die schwedischen Fabrikanlagen seien. Sie seien den IG-Metallern als veraltet dargestellt worden.

Zu den von der Unternehmensleitung behaupteten höheren Lohnkosten erklärte er, der Informationsaustausch mit schwedischen Gewerkschaftern habe ergeben, dass lediglich die Sozialversicherungskosten in Deutschland höher seien.

Der Saab-Betriebsratsvorsitzende Chresten Nielsen sagte, die Gewerkschaften in Schweden und Deutschland hätten gemeinsam „gute Ideen“, wie Trollhättan und Rüsselsheim gemeinsam als Standorte gehalten werden könnten. „Das GM-Management hat sich bisher siegesgewiss gegeben. Aber in letzter Zeit haben sie wohl den Druck gespürt und dass der Ausgang keinesfalls sicher ist“, meinte Nielsen weiter. Betriebsratsvertreter von Saab und Opel haben Zeitungsangaben zufolge ebenfalls in Trollhättan verbindliche Richtlinien für ein gemeinsames Vorgehen zur Rettung beider GM-Standorte vereinbart.

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