"Verbindung ist nicht im Interesse unserer Kunde, Mitarbeiter und Aktionäre"
Alstom lehnt Kontakte mit Siemens ab

Der angeschlagene französische Industriekonzern Alstom hat sich gegen eine Verbindung mit dem deutschen Siemens-Konzern ausgesprochen.

HB PARIS „Ich habe bereits gesagt, dass es keine Gespräche über eine Verbindung mit Siemens gibt“, sagte am Mittwoch Alstom-Chef Patrick Kron. „Eine Verbindung wäre nicht im Interesse unserer Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre“, fügte er hinzu.

Die Lage des angezählten französischen Industriekonzerns Alstom ist weitaus schwieriger als erwartet. Im vergangenen Geschäftsjahr (bis 31. März) rutschte der Konzern noch tiefer in die Verlustzone, als von Marktexperten vorausgesagt. Der Fehlbetrag stieg von 1,43 Milliarden auf 1,84 Milliarden Euro und der Umsatz sank von 21,35 Milliarden auf 16,69 Milliarden Euro. Eine kurzfristige Verbesserung ist in den Kernbranchen Schiffbau und Energieanlagen nicht in Sicht. Die Börse nahm die Botschaft des Konzerns am Mittwoch mit Schrecken auf: Die Alstom-Aktie fiel am Morgen um gut 9,3 Prozent auf 1,07 Euro.

Alstom begründete den erhöhten Verlust mit Kosten für die Umstrukturierung des Konzerns, hohen Zinsbelastungen und einem geringeren Auftragseingang wegen der finanziellen Situation des Unternehmens. Die Aufträge hätten ein Volumen von 16,5 Mrd. Euro erreicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verlor Alstom 1,1 Mrd. Euro, weil das Unternehmen wegen technischer Probleme mit fehlerhaften Gasturbinen hohe Belastungen zu tragen hatte. Operativ sei im Gesamtjahr 2003/04 allerdings ein Gewinn von 300 Mill. Euro erzielt worden nach einem Minus von 507 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz sei allerdings auf 16,69 von 21,35 Mrd. Euro zurückgegangen.

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