Verdacht auf Absprachen
Wieder Razzien bei Zementherstellern

Das Bundeskartellamt hat erneut führende Zementhersteller wegen Kartellverdachts im Visier. Bundesweit wurden Büros durchsucht. Die Wettbewerbshüter hätten Hinweise dafür, dass es in der Branche weiterhin illegale Preisabsprachen geben soll. Erst im vergangenen Jahr hatten die Wettbewerbshüter eine Rekordbuße gegen führende Hersteller verhängt.

HB DÜSSELDORF. Die Wettbewerbshüter seien am Dienstag zu Razzien in Unternehmen ausgerückt, teilte das Kartellamt in Bonn am Mittwoch auf Anfrage mit. Angaben über den Kreis der Unternehmen machte das Amt nicht. HeidelbergCement bestätigte aber, von den Durchsuchungen betroffen zu sein. Die Beamten hätten sich unter anderem für neue Preiserhöhungen interessiert.

Heidelberg-Cement hatte im September den Zementpreis um 7,50 € je Tonne erhöht, im Januar erneut um 12,50 € je Tonne. Fast alle Konkurrenten waren dem Schritt des Marktführers gefolgt. Auch Lafarge in Oberursel wurde durchsucht. In Branchenkreisen hieß es, auch Holcim-Büros und Räume des mittelständischen Herstellers Teutonia seien Ziel der Razzien gewesen. Eine Sprecherin der Nummer drei der Branche, Readymix, sagte, der Hersteller sei nicht von den Durchsuchungen betroffen gewesen.

Mit den Durchsuchungen sei das Amt Hinweisen von Zementabnehmern nachgegangen, wonach Hersteller von Zement weiterhin wettbewerbswidrige Preis- und Gebietsabsprachen praktizieren sollen, teilte das Kartellamt zur Begründung der Razzien mit. Eine Sprecherin ergänzte, die Durchsuchungen hätten sich auf mehrere Bundesländer erstreckt.

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