Verdacht auf Insidergeschäfte: Finanzmarktaufsicht nimmt Linde-Spitze ins Visier

Verdacht auf Insidergeschäfte
Finanzmarktaufsicht nimmt Linde-Spitze ins Visier

Linde und Praxair wollen zum größten Industriegaskonzern der Welt werden. Die Finanzmarktaufsicht Bafin äußert jetzt allerdings den Verdacht, dass Linde-Manager Insiderhandel betrieben haben sollen.
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MünchenDie Finanzmarktaufsicht Bafin knöpft sich die aktuelle und ehemalige Linde-Spitze wegen des Verdachts auf Insidergeschäfte vor. Nach einer routinemäßigen Überprüfung der Wertpapiergeschäfte rund um den zunächst geplatzten Zusammenschluss mit dem US-Rivalen Praxair sei nun ein formelle Untersuchung wegen des Verdachts auf Insiderhandel gestartet worden, sagte eine Bafin-Sprecherin.

Sollten sich Beweise dafür finden, werde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Konkrete Namen nannte die Sprecherin nicht. Es gehe allgemein um den Handel mit Linde-Aktien in dem kritischen Zeitraum. Der „Spiegel“ hatte zuerst über den Vorgang berichtet. Linde wollte sich dazu nicht äußern.

Für den fraglichen Zeitraum im vergangenen Sommer weist Linde nur zwei Spitzenmanager aus, die freiwillig Aktien abseits von obligatorischen Verpflichtungen gekauft haben: Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle und Ex-Chef Wolfgang Büchele. Reitzle deckte sich demnach im Juni mit Linde-Titeln im Wert von rund einer halben Million Euro ein. Nachdem die Pläne für einen Zusammenschluss Mitte August öffentlich wurden, stiegen die Linde-Papiere kräftig an. Zuvor hatten beide Seiten bereits wochenlang verhandelt. Der Deal scheiterte zwar im ersten Anlauf, vor Weihnachten einigten sich beide Seiten doch noch auf die Eckpunkte einer Fusion.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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