Verdachtsmomente noch nicht entkräftet: Kartellwächter drohen Gasversorgern mit Verfügung

Verdachtsmomente noch nicht entkräftet
Kartellwächter drohen Gasversorgern mit Verfügung

Die rheinland-pfälzische Kartellbehörde hat fünf Gasversorger im Land wegen des Verdachts überhöhter Preise abgemahnt.

HB MAINZ. Die Unternehmen könnten nun dazu Stellung nehmen, teilte das Wirtschaftsministerium in Mainz am Dienstag mit. Bleibe der Verdacht auch danach bestehen, könne die Landeskartellbehörde die Gasversorger per Verfügung verpflichten, die Preise zu senken. „Im Interesse der Verbraucher achten wir mit Argusaugen darauf, dass sie vor missbräuchlich hohen Gaspreisen geschützt werden“, erklärte Minister Hans-Artur Bauckhage (FDP).

Im Januar hatte die Kartellbehörde zunächst gegen 10 von 35 überprüften rheinland-pfälzischen Gasversorgern Missbrauchsverfahren eingeleitet und die Unternehmen aufgefordert, die Preise zu senken.

Nur ein Versorger kam der Aufforderung nach, in einem weiteren Fall wurde das Verfahren eingestellt. Gegen drei Unternehmen wird weiter ermittelt.

Die Stellungnahmen der Versorger seien „überwiegend nicht geeignet“ gewesen, die Verdachtsmomente zu entkräften, berichtete das Ministerium. Die beanstandeten Preise hätten zwischen 5 und 13 Prozent über denen vergleichbarer Unternehmen gelegen.

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