Verdunkelungsgefahr
VW-Mitarbeiter wegen Korruptionsverdacht verhaftet

Das Amtsgericht Braunschweig hat gegen einen Volkswagen-Mitarbeiter aus Wolfsburg Haftbefehl erlassen. Gegen den 50 Jahre alten Mann wurde bereits seit Anfang Mai wegen Korruptionsverdacht ermittelt.

HB BRAUNSCHWEIG. Wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Montag mitteilte, wird gegen den 50-Jährigen wegen Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr in drei besonders schweren Fällen ermittelt. Der VW-Mitarbeiter solle für Volkswagen tätigen Fremdfirmen Aufträge versprochen und im Gegenzug Vorteile gefordert haben, sagte Staatsanwalt Joachim Geyer.

Der am Wochenende wegen Verdunkelungsgefahr erlassene Haftbefehl sei nach der Festnahme des 50-Jährigen am Montag vom Amtsgericht Braunschweig verkündet und bestätigt worden, sagte der Staatsanwalt weiter. Der Tatverdächtige habe im Vorfeld seiner Festnahme versucht, Zeugen zu einer falschen Aussage zu bewegen.

Die Ermittlungen gegen den 50-Jährigen gehen auf einen anonymen Hinweis bei einem Anti-Korruptionssystem des Landeskriminalamts Niedersachsen zurück. Im Zuge des Verfahrens seien am 10. Mai mehrere Firmen und Wohnungen in Deutschland und ein Anwesen in Frankreich durchsucht worden, erklärte Staatsanwalt Geyer. Erste Auswertungen beschlagnahmter Unterlagen hätten den Verdacht erhärtet. Das Verfahren stehe in keinerlei Zusammenhang mit der VW-Affäre.

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