Vereinigte Arabische Emirate
Alle wollen Milliarden in den Sand setzen

In den Emiraten geben sich die großen Firmen dieser Welt die Klinke in die Hand. Auch Siemens profitiert vom Boom in der Wüste.

DUBAI. Jhahi Khalfan Tamim ist ein mächtiger Mann. Gerne lässt sich der Polizeichef von Dubai in der lokalen Zeitungen mit dem Herrscher des Emirats, Scheich Muhammed bin Raschid al Maktum, abbilden. Wenn es allerdings um sein neues, fast fünf Mill. Dollar teures Einsatzzentrum geht, dann freut sich der Offizier wie ein kleines Kind: „Bislang war Tokio weltweit führend. Doch jetzt können wir die Japaner hierher einladen, damit sie sich etwas von uns abzuschauen können.“

Vom Münchener Technologiekonzern Siemens hat sich Tamim das modernste Polizei-Lagezentrum der Welt bauen lassen. Auf der Größe einer Kino–Leinwand hat der Polizeichef die Karte des ganzen Emirats im Blick, kann sich jedes einzelne Gebäude dreidimensional anschauen.

„Wenn es in einem Hochhaus mal einen Banküberfall gibt, dann wissen wir sofort, wo wir die Scharfschützen hinstellen müssen“, sagt der untersetzte Mann in seiner Khaki-Uniform voller Überzeugung. Nun ist Tamim in der Lage, auf dem Mega-Bildschirm jedes seiner Polizeiautos per Satellit zu orten, er kann sich die Kamera-Bilder jeder Straßenkreuzung auf den Bildschirm holen. Der Raum sieht aus wie die moderne Version des Kontrollzentrums der Nasa.

Es sind solche fortschrittlichen Vorhaben, die Infrastrukturanbieter wie Siemens und General Electric in diesen Tagen geradezu magisch in die Golfstaaten ziehen. Nirgendwo werden auf so kleinem Raum so viele Milliarden wortwörtlich in den Sand gesetzt wie in den Emiraten. „Sie finden hier alle großen Firmen dieser Welt“, sagt Joachim Kundt, der von München aus das Siemens-Geschäft in der Region steuert. Alleine Siemens hat in den Golfstaaten vergangenes Jahr Kraftwerke, Medizintechnik und Flughafenausrüstung für eine Mrd. Euro verkauft.

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