Vergleich in den USA
ABB beseigtigt letzte Asbest-Altlast

ABB kann einen Schlussstrich unter das Kapitel Asbest ziehen. Der Schweizer Technologiekonzern hat sich mit Geschädigten in den USA auf einen Vergleich geeinigt. Den krebserregenden Stoff hatte die US-Tochter Lummus Global hergestellt.

HB ZÜRICH. Der Vergleich kostet rund 40 Mill. Dollar, erklärte ein Unternehmenssprecher am Freitag. Die Summme, die über zwölf Jahre ausgezahlt wird, sei bereits in der Vergangenheit zurückgestellt worden, so der Sprecher. Ein gerichtlich genehmigter Reorganisationsplan für Lummus Global tritt nun in Kraft.

Mit dem Inkrafttreten des Reorganisationsplans wird auch Chapter elf des US-Konkursrechtes aufgehoben, dem Lummus wegen der Astbestklagen unterworfen war. Zwar habe dieser Gläubigerschutz das Lummus-Geschäft nicht behindert, so ABB. Aber Konzernchef Fred Kindle erklärte in einer Mitteilung: „Lummus ist nun in einer viel stärkeren Position und wir sehen eine sehr gute Zukunft für die Gesellschaft.“ Lummus liefert Ausrüstung für Öl-, Gas- und Petrochemie-Unternehmen und war die letzte Tochtergesellschaft, die noch beklagt wurde.

Anfang April war bereits der Asbestvergleich des Tochterunternehmens Combustion Engineering (CE) in Kraft getreten. Mit einem Volumen von rund 1,4 Mrd. Dollar war der CE-Vergleich deutlich umfassender als der Lummus-Vergleich.

Nun stehe einem Verkauf von Lummus nichts mehr im Wege, hieß es bei der Zürcher Kantonalbank. „Eine erfolgreiche Devestition von Lummus sollte im aktuellen Branchenumfeld und angesichts einer im laufenden Jahr wahrscheinlich nochmals gesteigerten Profitabilität problemlos möglich sein“, so die Bank.

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