Vergleich mit US-Justizministerium
US-Konzern muss Milliarden in Kraftwerks-Modernisierung stecken

Nach jahrelangem Rechtsstreit muss der US-Energiekonzern American Electric Power nun Milliarden in die Modernisierung seiner Kohlekraftwerke investieren.

HB WASHINGTON. American Electric Power und das Justizministerium in Washington haben sich am Dienstag in einem außergerichtlichen Vergleich geeinigt. Das Unternehmen habe sich verpflichtet, durch neue Technologien die Schadstoffemissionen seiner Kohlekraftwerke in fünf US-Bundesstaaten um insgesamt 800 000 Tonnen im Jahr zu verringern, teilte das Ministerium mit. In diesem Zuge will AEP 4,6 Mrd. Dollar (3,28 Mrd Euro) für saubere Kohlekraftwerke investieren.

Es handele sich um den höchsten juristischen Vergleich der US- Regierung in Umweltfragen. „Das ist wirklich ein historischer Tag für saubere Luft in den USA“, kommentierte ein leitender Beamter der US- Umweltbehörde. Der Vergleich sieht den Angaben zufolge ebenfalls eine Strafe in Höhe von 15 Mill. Dollar (10,7 Mio Euro) sowie 60 Mill. Dollar (42,85) zur Säuberung bereits verschmutzter Böden vor.

Wie das Justizministerium weiter mitteilte, muss das Unternehmen vor allem den Ausstoß an Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Ruß reduzieren. Betroffen seien Kohlekraftwerke in den Bundesstaaten Indiana, Kentucky, Ohio, Virginia und West Virginia. Der Rechtsstreit dauere bereits seit 1999. Das Unternehmen hatte mehrfach betont, nicht gegen bestehende Umweltschutz-Bestimmungen verstoßen zu haben.

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