Vergleichsabkommen
Bayer muss im Genmais-Streit zahlen

Der Genmais-Streit der Bayer-Sparte CropScience mit US-Reisfarmern ist beigelegt: Bayer werde bis zu 750 Millionen Dollar zahlen. Dafür seien angemessene Rückstellungen gebildet worden.
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Little RockIn den USA ist ein Abkommen zwischen dem Unternehmen Bayer und Anbauern von Langkornreis in Kraft getreten. Die Firma Bayer CropScience will im Zusammenhang mit der Beilegung eines Rechtsstreits um gentechnisch veränderten Reis 750 Millionen Dollar an US-Landwirte zahlen, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens am Donnerstag.

Landwirte im US-Staat Arkansas, Louisiana, Mississippi, Missouri und Texas hatten geklagt, nachdem 2006 Spuren einer von Bayer entwickelten, gentechnisch veränderten Reissorte in Reislieferungen nachgewiesen wurden. Im Sommer hatte Bayer der Vergleichszahlung gegen nun erfüllte Auflagen zugestimmt. Demnach sollten sich so viel Landwirte registrieren lassen, dass 85 Prozent der Reisanbaufläche der USA repräsentiert seien.

„Obwohl Bayer CropScience der Überzeugung ist, im Umgang mit seinem gentechnisch veränderten Reis verantwortlich gehandelt zu haben, liegt eine Beilegung des Rechtsstreits im Geschäftsinteresse des Unternehmens“, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. Wegen der Verunreinigung der Reislieferungen mit der zu dem Zeitpunkt noch nicht von den US-Behörden für den menschlichen Verzehr freigegebenen Reissorte, machten die betroffenen Landwirte Verluste, da etwa die EU Beschränkungen für den Import von Langkornreis aus den USA einführte.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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