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Vergreisung der Belegschaft: Unternehmen fürchten sich vor Methusalix-Effekt

Der demographische Wandel wird immer mehr zu einer Hauptsorge der deutschen Wirtschaft. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) fürchten sich viele Unternehmen vor einer Vergreisung ihrer Belegschaft.

Dieser Rentner bleibt am Rechner mobil. Quelle: dpa
Dieser Rentner bleibt am Rechner mobil. Quelle: dpa

HB BERLIN. Angesichts des demografischen Wandels fürchten deutsche Unternehmen zunehmend Nachwuchsmangel, eine Vergreisung ihrer Belegschaften und den Verlust von Know-how in den Betrieben. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 20.000 Unternehmen hervor, die der Tageszeitung „Die Welt“ vorliegt.

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„Der demografische Wandel wird zu einer immer größeren Herausforderung für die Unternehmen in Deutschland“, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann dem Blatt. Drei Viertel rechnen mit gravierenden Folgen des demografischen Niedergangs für ihren Betrieb, bei größeren Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten sind es sogar fast 90 Prozent. An erster Stelle steht ein Fachkräfteengpass, den jedes zweite Unternehmen befürchtet.

„Die Unternehmen müssen künftig die Potenziale Älterer noch stärker nutzen“, forderte Driftmann. Dazu bedürfe es unter anderem einer intelligenten Arbeitsorganisation, betrieblicher Gesundheitsförderung und der Weiterbildung Älterer. Reformen am Arbeitsmarkt sollten die Anstrengungen der Betriebe unterstützen. So wünsche sich fast jedes zweite Unternehmen einen flexibleren Kündigungsschutz zur Erleichterung der Einstellung Älterer.

  • 30.12.2010, 14:59 UhrAnonymer Benutzer: Jonas

    "So wünsche sich fast jedes zweite Unternehmen einen flexibleren Kündigungsschutz zur Erleichterung der Einstellung Älterer."

    Von welchem Kündigungsschutz reden die ? bei 2 Jahren Probezeit wird der ältere Arbeitnehmer sowieso nie das Alter erreichen, in dem er 1 Monat Kündigungsfrist hätte. Aber das sind dieselben Firmen, die ihre Handyvertäge auf 2 Jahre, ihre Wohnungsmieten auf 3 Monate, ihre Auto-Leasingverträge auf 3 Jahre und ihre Kreditverträge auf 10 Jahre auslegen, und es Kunden NATÜRLiCH nicht erlauben, diese vorher zu verlassen.

    Es gibt nur eine Sorte von Menschen, dene man unbedingt mal kündigen müsste: Solchen hirnverbrannten Vollidioten, die unsere Firmen führen und dann auch noch das Maul zu politisch längst ausgelutschen Themen aufmachen.

  • 30.12.2010, 11:24 UhrAnonymer Benutzer: Veritas

    Ein Selektion von hochqualifizierten Fachkräften ab dem 50ten Lebensjahr ist vernünftig und dient der innovativen Stärkung der Firmen. Ein Einsatz in niedrig qualifizierten Tätigkeiten bei angepaßter Gehaltsstruktur sollte für langjährig loyale Mitarbeiter unter Umständen ermöglicht werden. Die entstehende "Lücke" läßt sich leicht durch Zuwanderung schließen. Zuwanderung schützt vor Verlust von Arbeitsplätzen durch Firmenabwanderung. Kommen die Zuwanderer nicht zu den Firmen, dann müssen die Firmen zu den gewünschten Fachkräften in Ausland ausgelagert werden. Man sollte berücksichtigen, dass in der globalisierten Arbeitswelt auch Fachkräfte aus nicht-EU-Ländern einen Anspruch auf beschäftigung haben.

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