Vergütung der Kontrollgremien
Aufsichtsräte verdienen immer mehr

Die Bezüge der Aufsichtsräte deutscher Groß-Konzerne sind 2005 stärker gestiegen als die Saläre der Vorstände. Innerhalb Europas liegen die deutschen Kontrolleure jedoch nur im unteren Mittelfeld. Die Top-Verdiener unter Deutschlands Konzern-Kontrolleuren.

HB BERLIN. Dies geht aus einer Erhebung der „Welt“ unter den 30 Dax-Unternehmen hervor. Danach erhöhten sich die durchschnittlichen Bezüge in den Kontrollgremien um 19,19 Prozent auf 104 828 Euro pro Aufsichtsratsmitglied. Die Dax-Vorstände hingegen strichen im Bilanzjahr 2005 nur knapp elf Prozent mehr ein. Allerdings liegt die Durchschnittsvergütung der deutschen Top-Manager nach Berechnung des Blattes mit 2,57 Millionen Euro deutlich höher als die der Aufsichtsräte.

Auf Platz eins der Aufsichtsratsliste liegt demnach der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Henkel. Ein Mitglied des Gesellschafterausschusses habe 2005 durchschnittlich 235 000 Euro an variablen und fixen Vergütungen erhalten. Platz zwei belege der Energieriese Eon mit im Schnitt 188 000 Euro pro Aufsichtsratsmitglied. Dahinter folge Basf mit durchschnittlich 170 000 Euro pro Aufsichtsratsmitglied. Das Schlusslicht bilde Adidas auf dem 30. Rang mit 24 500 Euro pro Jahr.

Top-Verdiener unter den Aufsichtsratschefs ist dem Bericht zufolge Ulrich Hartmann von Eon. Der frühere Vorstandschef des Düsseldorfer Konzerns komme auf 383 000 Euro. Zweiter Top-Verdiener sei Giuseppe Vita von Schering mit 352 000 Euro. Auf Rang drei liege der inzwischen zurückgetretene Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Rolf Breuer. Er kam dem Bericht zufolge 2005 auf 346 250 Euro.

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