Verhaltene Prognose
Kunden halten sich bei Mumm- und Rotkäppchen-Sekt zurück

Deutschlands größter Sekthersteller Rotkäppchen-Mumm erwartet in diesem Jahr nur leicht steigende Umsätze. Das sagte Unternehmenschef Gunter Heise am Dienstag in Freyburg.

HB FREYBURG. Der Absatz könnte wie im Rekordjahr 2004 bei etwa 106 Millionen Flaschen liegen. Entscheidend seien noch die Monate November und Dezember, in denen mit Blick auf Weihnachten und Silvester am meisten Sekt gekauft werde. 2004 Jahr war der Umsatz bei einem Absatzplus von drei Millionen Flaschen um 0,2 Prozent auf 341,3 Millionen Euro gewachsen.

Als Grund für das vergleichsweise schwache Umsatzwachstum nannte Heise unter anderem eine Preiserhöhung bei Mumm: „Dadurch haben wir 40 Prozent an Menge verloren.“ Der Verbraucher sei bei Sekt sehr preisempfindlich. „Das Thema 'Geiz ist geil' geht leider auch an uns nicht vorbei“, sagte Heise. Etwa 60 Prozent der Produktion gingen im Rahmen von Aktionen über den Ladentisch, würden also verbilligt verkauft.

Mit einem Marktanteil von 32 Prozent belegt Rotkäppchen-Mumm nach Angaben Heises den ersten Platz in Deutschland, gefolgt von Henkel mit 22 Prozent. Die ehemalige Ostmarke Rotkäppchen konnte danach ihren Marktanteil im Westen von 1,4 Prozent im Jahr 1998 auf mittlerweile 7,3 Prozent ausbauen, im Osten liegt er bei gut 50 Prozent. Rotkäppchen hatte 2002 die an den Standorten Eltville und Hochheim (Hessen) produzierten Marken Mumm, Jules Mumm und MM Extra übernommen. Im Jahr 2003 kam Geldermann dazu.

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