Verhandlungen laufen
VW will Gießerei loswerden

Die Sanierung von Volkswagen könnte ein erstes großes Opfer fordern: VW verhandelt über den Verkauf der konzerneigenen Gießerei in Hannover. Die Fabriken, die Komponenten fertigen, stehen im Konzern unter besonderer Beobachtung, lassen sich Einzelteile doch auch bei Externen zukaufen. Die Gießerei könnte deshalb kein Einzelfall bleiben.

HB WOLFSBURG/HANNOVER. Einen Bericht des „Manager Magazins“ zu den Verkaufsverhandlungen bestätigte ein VW-Sprecher am Mittwoch in Wolfsburg. Es gebe aber noch keine Entscheidung. Weitere Angaben des Magazins, wonach auch über den Verkauf der Achsenfertigung in Braunschweig verhandelt werde, dementierte der Sprecher. Laut der Zeitschrift zeigt der drittgrößte deutsche Autozulieferer Friedrichshafen Interesse.

Es gebe zwei ernsthafte Interessenten für eine Übernahme der Gießerei, berichtete das „Manager Magazin“ am Mittwoch unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die beiden Firmen prüften derzeit die Bücher des Betriebes mit rund 1 250 Mitarbeitern.

Volkswagen hat im Zuge seiner Sanierungsbemühungen die gesamte Komponentenfertigung auf den Prüfstand gestellt und überlegt, sich von unrentablen Teilen zu trennen und Komponenten zukünftig verstärkt von Zulieferern zu beziehen. Die Gießerei in Hannover gilt als besonders gefährdet.

In den sechs westdeutschen Endmontage- und Komponentenwerken von VW stehen bis zu 20 000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Das ist ein Fünftel der Belegschaft. VW will die Produktivität steigern und die Arbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche ohne Lohnausgleich verlängern. Die Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung darüber sollen nach den Werksferien Anfang September fortgesetzt werden. Dem Bericht zufolge soll auch ein Verkauf der Gießerei Thema der Gespräche sein.

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