Verhandlungen mit Betriebsrat
Alstom baut in Mannheim Stellen ab

Der französische Industriekonzern Alstom will an seinem Standort Mannheim bis Ende 2010 rund 700 Stellen streichen. Damit würde die Belegschaft um knapp ein Drittel auf 1500 Beschäftigte reduziert.

HB MANNHEIM. Das ist das Ergebnis der zähen Verhandlungen zwischen dem Betriebsrat und der Unternehmensführung, das am Montag in Mannheim auf einer Betriebsversammlung verkündet wurde. Mit der Einigung werden nur halb so viele Jobs abgebaut wie ursprünglich von dem französischen Industriekonzern geplant.

Am Standort arbeiten derzeit rund 2000 Beschäftigte. Neben dem bereits angekündigten Abbau von 540 Jobs sollen weitere 170 Mitarbeiter in eine neue Gesellschaft überführt werden. Nach Angaben von Betriebsratschef Udo Belz und Unternehmenssprecher Immo von Fallois sind bereits vor dem ursprünglich von Mitte 2007 an vorgesehenen Stellenabbau etwa 200 Mitarbeiter freiwillig ausgeschieden.

Der Betriebsratsvorsitzende erklärte jedoch, die vereinbarten Eckpunkte bedeuteten noch keine Vereinbarung. Einzelheiten müssten in den kommenden vier bis acht Wochen geklärt werden.

Der französische Industriekonzern hatte ursprünglich geplant, in Mannheim fast die Hälfte der 2000 Stellen abzubauen. Dagegen hatte sich die Belegschaft seit Monaten mit Protesten gewehrt. Die Einigung zwischen dem Betriebsrat und der Leitung des Unternehmens war erst nach 13 Arbeitsgruppentreffen erzielt worden.

Der Standort soll nach der Einigung massiv umstrukturiert werden. Unter anderem soll die Generatorenfabrik nicht über das Jahr 2007 hinaus produzieren. Der Vorstandsvorsitzende der Alstom Power Generation AG, Gerald Brunel, sagte hierzu: „Alle Bemühungen, die Generatorenfabrik wirtschaftlich und wettbewerbsfähig zu machen, sind gescheitert“.

Nach den neuen Plänen soll Mannheim im Gegenzug ein europäisches Kompetenzzentrum für neue Dampfturbinen werden. „Der Standort Mannheim hat mit dem Zukunftsprogramm wieder eine Perspektive“, sagte Unternehmenssprecher Immo von Fallois. Alstom hat in Deutschland 23 Standorte und beschäftigt insgesamt rund 7000 Mitarbeiter.

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