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Verhandlungen mit GM geplant: Berlin macht Opel zur Chefsache

exklusiv Der neue Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) macht die Forderung des Autobauers Opel nach einer Milliardenbürgschaft zur Chefsache. Nach Informationen des Handelsblatts aus Verhandlungskreisen sucht der Minister kurzfristig den direkten Kontakt zum Chef des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM), Rick Wagoner.

Der neue Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) plant nach Handelsblatt-Informationen direkte Gespräche mit GM-Chef Rick Wagoner. Quelle: ap
Der neue Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) plant nach Handelsblatt-Informationen direkte Gespräche mit GM-Chef Rick Wagoner. Quelle: ap

FRANKFURT/BERLIN. Außerdem findet bereits heute ein Krisengipfel im Bundeskanzleramt statt, an dem auch GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster teilnimmt. Zu Guttenberg wolle direkt mit Wagoner verhandeln, um offene Fragen zu klären. Nach Angaben aus Konzern- und Regierungskreisen sind nach wie vor wichtige Probleme bei der Bürgschaftsvergabe ungeklärt. Dennoch seien alle Beteiligten daran interessiert, "im März zu einer Lösung zu kommen". Das kurzfristig anberaumte Treffen im Kanzleramt unterstreiche die Entschlossenheit.

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Die Opel-Führung bemüht sich seit Ende November um staatliche Bürgschaften, um sich für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Mutterkonzerns zu wappnen. Dabei geht es laut Unternehmenskreisen um ein Volumen von insgesamt 1,8 Mrd. Euro.

Opel verhandelt mit dem Bund sowie den Ländern Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Hessen hat bereits für Opel und die Zulieferbetriebe des Landes einen Rettungsschirm gespannt. Doch Opel will sich weitere Sicherheiten organisieren. In Hessen hat Opel seinen Hauptsitz, in Thüringen und NRW unterhält das Unternehmen Fertigungsstätten. Nach Informationen des Handelsblatts aus Verhandlungskreisen sucht auch NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) den direkten Kontakt zu GM-Chef Wagoner. Rüttgers will Wagoner Mitte nächster Woche in Detroit treffen.

GM konnte in den vergangenen Monaten nur dank staatlicher Notkredite in Milliardenhöhe überleben. Seit Monaten befürchten die Opel-Verantwortlichen, die Mutter GM könne die deutsche Tochter mit in den Abgrund reißen.

In einem ersten Spitzengespräch im Dezember hatte die Bundesregierung bereits mit GM-Europa-Chef Forster, Opel-Boss Hans Demant und Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz verhandelt. Nach wie vor fahnden die Beteiligten nach einer Lösung, wie ein Abfluss von Geldern in die Zentrale des kriselnden Mutterkonzerns General Motors verhindert werden kann. "Wir können erst etwas für Opel tun, wenn hundertprozentig sichergestellt ist, dass die Gelder, die dank unserer Bürgschaft lockergemacht werden können, am Ende nicht in Detroit landen", hieß es in Regierungskreisen. Diese Frage werde im Mittelpunkt der Gespräche von Wirtschaftsminister zu Guttenberg mit GM-Chef Wagoner stehen.

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