Verhandlungen mit Investoren
WCM stielt Klöckner-Verkauf ein

Die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft WCM ist hoch verschuldet. Um zu überleben, soll das 68-Prozent-Aktienpaket am Duisburger Maschinenbauer Klöckner-Werke verkauft werden. Potenzenzielle Käufer gibt es schon.

HB FRANKFURT. „Es gibt Gespräche mit Investoren“, sagte eine Firmensprecherin am Montag. Zur Zahl der Interessenten machte sie unter Hinweis auf die laufenden Verhandlungen keine Angaben. Ziel sei es, die Gespräche „in den nächsten Monaten“ zum Abschluss zu bringen.

Die Tageszeitung „Die Welt“ hatte in ihrer Montagausgabe unter Berufung auf mit dem Verkauf vertraute Personen gemeldet, eine Handvoll Finanzinvestoren sowie wenige ausgewählte strategische Investoren interessierten sich für das Aktienpaket am Maschinenbauer.

WCM-Vorstandschef Roland Flach hatte vergangene Woche während der Hauptversammlung den Klöckner-Verkauf als notwendig bezeichnet, um fällige Kredite und Steuerschulden tilgen zu können. So muss die Beteiligungsgesellschaft bis zum 31. Juli 2007 einen 230-Millionen-Euro-Kredit an die HSH-Nordbank zurückzahlen. Die Steuerforderungen betragen knapp 90 Mill. Euro. Das Klöckner-Paket hat zum aktuellen Kurs von 11,30 Euro je Aktie einen Wert von rund 350 Mill. Euro. Nach einem Verkauf der Klöckner-Aktie besäße WCM keine größere Beteiligung mehr.

Ursprünglich war eine Verschmelzung von WCM auf die Klöckner-Werke geplant. Dies sei aber wegen der hohen Verbindlichkeiten von WCM, Steuerproblemen und des drohenden Imageschadens für Klöckner nicht mehr machbar, hatte Flach gesagt.

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