Verhandlungen vertagt
Immer noch kein Tarifergebnis in der Druckindustrie

In der Druckindustrie könnte es zu Streiks kommen. Am Donnerstag Abend haben die Tarifpartner die zweite Runde ihrer Verhandlungen für die rund 170 000 Beschäftigten ergebnislos vertagt. Die Gewerkschaft Verdi will nun über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen beraten. Doch zuvor soll es noch ein Gespräch geben.

HB FRANKFURT. Zur nächsten Runde wollen sich die Parteien am 19. Mai treffen. Ein Angebot, das die Arbeitgeber vorgelegt hatten, lehnte die Gewerkschaft Verdi ab. Nach ihren Angaben hat der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) eine flexible Einmalzahlung für das laufende Jahr vorgeschlagen sowie eine lineare Tariferhöhung um 1,4 Prozent ab April 2010. Verdi fordert fünf Prozent bereits in diesem Jahr.

Die Einmalzahlung - nach Lohngruppen gestaffelt, beim Ecklohn in Höhe von 200 Euro - soll nach Wunsch der Arbeitgeber frühestens ab Oktober 2009 gewährt werden. Mit freiwilligen Betriebsvereinbarungen sollen die Höhe und der Zeitpunkt der Auszahlung verschoben werden können. Die Arbeitgeber wollen laut Verdi die Option auf Verschiebung auch für die Tariferhöhung im nächsten Jahr erreichen. Der neue Tarifvertrag soll 24 Monate bis Ende April 2011 gelten.

Die Friedenspflicht der Beschäftigten läuft am 1. Mai ab. Die Gewerkschaft will jetzt über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen beraten. Sie betonte, dass die Produktivität mehr als doppelt so stark gestiegen sei wie die Tariflöhne. Die Beschäftigten hätten "ein kräftiges Lohnplus" verdient. Auch im Vergleich mit den Tarifabschlüssen in anderen Branchen sei das Arbeitgeberangebot nicht akzeptabel.

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