
HannoverVolkswagen und die IG Metall haben sich bei ihren Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag für die gut 100.000 Beschäftigten des Autokonzerns in Westdeutschland weitgehend geeinigt. "Wir werden ein Tarifergebnis bekommen", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft am frühen Dienstagmorgen. Es seien noch Details zu klären, bevor ein Vertrag unterschrieben werden solle, fügte ein VW-Sprecher hinzu. Über das Ergebnis wollten Unternehmen und Gewerkschaft am Vormittag um 10.00 Uhr auf einer Pressekonferenz in Hannover informieren. Auch VW wollte sich vor der Pressekonferenz nicht zu dem Verhandlungsergebnis äußern. Die Gespräche waren am Montagnachmittag in die entscheidende Runde gegangen.
Nissan
Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)
Toyota
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)
Daimler
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)
BMW Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)
Fiat Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)
Ford
Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)
General Motors
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)
Renault Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)
PSA Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)
Volkswagen
Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)
Die Arbeitnehmer hatten einen höheren Lohnaufschlag als in der Branche verlangt. IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine hatte deutlich gemacht, dass sich Volkswagen als Marktführer einen höheren Abschluss leisten könne. Für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie hatte die IG Metall mit den Arbeitgebern eine Tariferhöhung von 5,6 Prozent in zwei Stufen bei 20 Monaten Laufzeit vereinbart.
Bei VW handelt die IG Metall traditionell einen Haustarif für die sechs westdeutschen Werke und die Finanztochter aus. In diesem Jahr wurden die Gespräche zeitweise parallel mit denen in der bundesweiten Branche geführt. In beiden Tarifrunden hatte die IG Metall 5,5-prozentige Lohaufschläge für zwölf Monate gefordert. VW hatte auf die schwache Pkw-Nachfrage in Westeuropa verwiesen und einen maßvollen Abschluss verlangt.
Im vergangenen Jahr waren die Tarifgehälter bei VW wie im Flächentarifvertrag um 4,3 Prozent für eine Laufzeit von 13 Monaten angehoben worden. Bei dem Wolfsburger Autobauer galt der Aufschlag von Anfang an, während es die Erhöhung im Rest der Branche erst nach einem "Nullmonat" gab.