Verhütungsmittel „Yasmin“
Bayer kämpft um US-Patent

Der Rechtsstreit zwischen Bayer und den Generika-Hersteller Barr um die US-Patente des lukrativen Verhütungsmittels "Yasmin" geht in die nächste Runde. Gegen eine Entscheidung des US-Bezirksgerichts für New Jersey haben die Leverkusener Rechtsmittel einelegt, teilte der Konzern am Montag mit.

HB FRANKFURT. Damit wendet sich das Unternehmen gegen eine Entscheidung eines US-Gerichts vom 3. März, das die Patentansprüche des Konzerns für sein Verhütungsmittel gekippt hatte. Der Rechtstreit werde nun vor dem für Patentrechtsstreitigkeiten zuständigen Bundesgericht verhandelt.

Bayer erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit Yasmin in den USA einen Umsatz von 321 Mill. Euro. Weltweit kam die Produktfamilie um Yasmin, zu der auch die Präparate Yaz und Yasminelle gehören, auf Erlöse von 1,04 Milliarden Euro und war damit die umsatzstärkste Medikamentengruppe des Konzerns. Würde Barr seine billigere Kopie auf den US-Markt bringen, müsste Bayer dort mit einem deutlichen Umsatzrückgang bei Yasmin rechnen. Als Folge des Richterspruchs vom März hatte der Konzern bereits das Renditeziel 2008 für seine Gesundheitssparte HealthCare, zu der auch das Pharmageschäft gehört, geringfügig nach unten gesetzt.

Bayer hatte Barr 2005 wegen Patentverletzung verklagt, nachdem der Generika-Spezialist die US-Zulassung für eine Nachahmerversion von Yasmin beantragt hatte. Barr räumte zwar ein, dass seine Kopie das Bayer-Patent verletzen würde, hatte aber Gegenklage eingereicht, um dieses für ungültig erklären zu lassen. Zuletzt war es im dem Verfahren nur noch um die Wirksamkeit des Patents gegangen.

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