Verkäufe gesteigert: Schwellenländer trinken mehr Bier von SABMiller

Verkäufe gesteigert
Schwellenländer trinken mehr Bier von SABMiller

Dank des höheren Bierverkaufs in Afrika und Lateinamerika hat SABMiller im Schlussquartal an Verkäufen zugelegt. In Europa und Nordamerika trinken die Menschen dagegen weniger Bier des Braukonzerns.
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LondonDer britische Braukonzern SABMiller hat dank des ungebrochenen Bierdurstes in Schwellenländern im Schlussquartal 2011 drei Prozent mehr abgesetzt. Der höhere Verkauf etwa in Ländern Afrikas und Lateinamerikas konnte den Rückgang in Nordamerika und Europa mehr als wettmachen, wo die Menschen in den derzeit wirtschaftlich schwierigeren Zeiten auch mal ein Bier weniger trinken.

Wie der Hersteller von Marken wie Peroni, Grolsch oder Pilsner Urquell am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz im dritten Geschäftsquartal um sieben Prozent, wozu neben dem erhöhten Absatz auch gestiegene Bierpreise verhalfen. Durch sie hätten auch die gestiegenen Kosten etwa für Gerste und Weizen aufgefangen werden können. SABMiller teilte mit, bei den Finanzkennzahlen auf Kurs zu sein. Analysten erwarten stabile Gewinnmargen für das Geschäftsjahr.

Dabei kommt dem Braukonzern sein großes Engagement in Schwellenländern zu pass: Hier macht SABMiller 70 Prozent seines Gewinns. Die auf Europa konzentrierten Konkurrenten wie Heineken oder Carlsberg haben hingegen stärker mit den Folgen der Schuldenkrise zu kämpfen, weil sie ihr Bier in den Industriestaaten schwerer loswerden. Die Rivalen veröffentlichen am 15. und 20. Februar ihre Zahlen. Die weltweite Nummer Eins, Anheuser-Busch InBev, konnte zuletzt vom boomenden Geschäft in Brasilien profitieren.

Von Oktober bis Dezember half SABMiller der Absatz in Schwellenländern die Rückgänge in Nordamerika und Europa mehr als auszugleichen. In Afrika stiegen die Verkäufe um elf Prozent, in Lateinamerika um sieben Prozent, in der Region Asien Pazifik ebenfalls um sieben Prozent und in Südafrika um zwei Prozent. In Europa hingegen sank der Absatz um zwei Prozent, in den USA sogar um 3,3 Prozent. Um seine Stellung weiter auszubauen, hatte SABMiller vor kurzem den australischen Rivalen Foster's für 7,5 Milliarden Euro übernommen. Foster's galt als letzte Renditeperle auf dem weitgehend konsolidierten Biermarkt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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