Verkauf an US-Konzern Cargill
Degussa verabschiedet sich von Lebensmittelchemie

Der Spezialchemiekonzern Degussa hat sein Geschäft mit Lebensmittelzusatzstoffen für 540 Millionen Euro an den US-Konzern Cargill verkauft.

HB DÜSSELDORF. „Wir haben unser Geschäft in gute Hände übergeben und sind mit der Transaktion sehr zufrieden“, erklärte Konzernchef Utz-Hellmuth Felcht am Freitag in Düsseldorf. Der Bereich passe strategisch ideal zu einem starken, weltweit tätigen Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie wie Cargill.

Felcht hatte bereits vergangenes Jahr angekündigt, den Verkauf von Geschäftsbereichen zu prüfen, „die aus eigener Kraft mittelfristig nicht in die Weltmarktposition eins, zwei oder drei hineinwachsen können“. Dabei nannte er die Sparten Wasserbehandlung und Nahrungsmittelzusätze. Letztere erwirtschaftete 2004 mit knapp 2100 Mitarbeitern einen Umsatz von 441 Millionen Euro. Die meisten Beschäftigten arbeiten in den USA und Frankreich. Die Zahl der Mitarbeiter an den deutschen Standorten Hamburg, Freising, Trostberg und Bönen liegt bei knapp 200. Degussa hat im Laufe dieses Jahres bereits verschiedene kleinere Bereiche dieser Sparte veräußert.

Cargill setzte im Geschäftsjahr 2004/05 mit 124 000 Beschäftigten rund 71 Milliarden Dollar um. Der Konzern arbeitet weltweit und ist Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Lebensmittel, Landwirtschaft und Risikomanagement.

Die Transaktion stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Degussa-Aufsichtsrates und der zuständigen Kartellbehörden, teilte die zum Bergbau- und Chemiekonzern RAG gehörende Degussa mit.

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