Verkauf bis Ende September
Ford macht Tempo bei Jaguar

Der angeschlagene US-Autokonzern Ford drückt beim angestrebten Verkauf seiner Luxusmarken Jaguar und Land Rover aufs Tempo. Nach einem Bericht der „New York Times“ strebt der zweitgrößte US-Autobauer an, die Transaktion noch bis Ende September über die Bühne zu bringen.

hz/Bloomberg FRANKFURT. Laut der „New York Times“ hätten Finanz- und Rechtsberater bei Ford damit begonnen, Informationen für Bieter vorzubereiten. Ein Ford-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Die Ford-Luxussparte Premier Automotive Group (PAG), zu der neben Jaguar und Land Rover auch Volvo zählt, steht damit vor einer weiteren Filetierung. Ford hatte erst im März dieses Jahres die PAG-Luxusmarke Aston Martin für rund 450 Mill. Pfund (damals 702 Mill. Euro) verkauft.

Zu den Interessenten für Jaguar und Land Rover werden nach Informationen des Handelsblatts neben dem indischen Autobauer Tata auch mehrere Finanzinvestoren gezählt. Auch der US-Investor Cerberus, der erst vor kurzem den Zuschlag für den US-Autobauer Chrysler erhielt, soll demnach Interesse an einer Übernahme haben.

Mit der Trennung von Jaguar und Land Rover beendet Ford einen rund 20 Jahre dauernden Versuch, aus der Fertigung europäischer Luxusautos ein profitables Geschäft zu machen. Bereits im vergangenen Jahr sollten die europäischen Marken ein Drittel des Ford-Gewinns beisteuern. Ford hatte die britische Edelmarke Jaguar im Jahr 1989 für 2,5 Mrd. Dollar erworben. Land Rover, das Synonym für luxuriöses Fahren in geländegängigen Autos, ließen sich die Amerikaner im Jahr 2000 2,73 Mrd. Dollar kosten.

Der Startschuss für Ford auf dem europäischen Luxusautomarkt fiel allerdings bereits 1987 mit dem Kauf einer Mehrheitsbeteiligung am renommierten britischen Sportwagenbauer Aston Martin, der schon damals ausschließlich Fahrzeuge für mehr als 100 000 Dollar produzierte. Seit dem Verkauf von Aston Martin im Frühjahr hält Ford lediglich eine Minderheit.

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