Verkauf der Elektroniksparte abgeschlossen: Rheinmetall trennt sich von Hirschmann

Verkauf der Elektroniksparte abgeschlossen
Rheinmetall trennt sich von Hirschmann

Rheinmetall hat den Antennenspezialisten Hirschmann verkauft. Damit hat der Düsseldorfer Mischkonzern nun auch den Rest seiner Elektroniksparte abgegeben und kann sich wie geplant auf die Bereiche Rüstung und Autozulieferung konzentrieren.

HB DÜSSELDORF. Rückwirkend zum 31. Dezember werde Hirschmann Electronics an die Private-Equity-Firma HgCapital verkauft, teilte Rheinmetall am Donnerstag in Düsseldorf mit. Der Kaufpreis betrage einschließlich der übernommenen Verbindlichkeiten 115 Mill. €. Die Börse begrüßte die Ankündigung. Mit einem Kursaufschlag von rund 6,5 % auf 30,86 € führten die Vorzugsaktien des im Nebenwerteindex MDax gelisteten Unternehmens die Liste der Kursgewinner an.

Rheinmetall hatte im vorigen Herbst angekündigt, künftig nur noch auf den ertragstarken Standbeinen Rüstung (Rheinmetall DeTec) und Autozulieferung (Kolbenschmidt Pierburg) stehen zu wollen. Danach hatte der Konzern bereits seine Elektroniktöchter Preh und STN Atlas Marine Electronics ebenfalls an Finanzinvestoren veräußert. Im Juni 2003 hatte Rheinmetall bereits mit der Tochter Hirschmann Austria einen Teil der Hirschmann-Gruppe verkauft. Hirschmann bildete zusammen mit Preh den bisherigen Geschäftsbereich Elektronik. STN Atlas Marine Electronics war direkt der Muttergesellschaft zugeordnet.

Die Hirschmann-Gruppe setzte 2003 den Angaben zufolge mit rund 1750 Mitarbeitern über 280 Mill. € um. Als Elektronik-Spezialist beliefert Hirschmann Automobilzulieferer, die Kommunikations- und die Automatisierungsbranche. Für HgCapital ist die Hirschmann-Übernahme der vierte Zukauf in Deutschland in gut einem Jahr. Das Private-Equity-Haus interessiere sich besonders für die Branchen Technologie, Medien und Konsumgüter, teilte Rheinmetall weiter mit.

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