Verkauf der Luxuslimousine Maybach "liegt im Plan"
Mercedes schraubt Ziele höher

Die Mercedes Car Group will ihren Autoabsatz in den kommenden Jahren stärker steigern als bisher angekündigt. „Wir haben das Ziel, zum Wechsel des nächsten Jahrzehnts in der Größenordnung 1,5 Mill. Mercedes-Benz-Pkw und 300 000 smart zu verkaufen“, sagte Mercedes-Chef und Daimler-Chrysler-Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert. Diese 1,8 Mill. bedeuteten ein Wachstum von etwa 50 Prozent gegenüber den heutigen rund 1,2 Mill. Mercedes-Benz-Pkw und smart-Autos.

HB/dpa STUTTGART. Bislang waren rund 1,5 Mill. Fahrzeuge genannt worden, die mit Hilfe der so genannten zweiten Produktoffensive bis 2010 weltweit abgesetzt werden sollten. Er sei überzeugt davon, dass man das Wachstum auch brauche, um die notwendige Effizienzsteigerung und Produktivitätsverbesserungen zu kompensieren und die Beschäftigung einigermaßen auf dem heutigen Niveau halten zu können, meinte Hubbert.

Eine bedeutende Rolle beim Wachstum der Car Group soll der Smart spielen. In Brasilien wird der neue viersitzige Kleinwagen in einer Version, die sich am amerikanischen Geschmack orientiert, für den US- Markt produziert werden. „Der Einstieg in den USA ab 2006 ist für die Marke Smart etwas Außergewöhnliches und ein ganz entscheidender Schritt, dort im Kleinwagensegment Fuß zu fassen“, sagte der Automanager. Auf die Frage, ob es auch einen smart in China geben könnte, antwortete Hubbert: „Ja, vorstellbar ist auch ein smart in China, das Interesse ist groß.“ Aber es bestehe keine Grund zur Eile.

„Die Schritte dort sind recht langsam und gelegentlich mühsam“. Der zweisitzige „Ur-Smart“ ist in Nordamerika auf sehr großes Interesse gestoßen, darf dort aber wegen eines Details (Tankentlüftung) in dieser Form nicht verkauft werden. Es sei aber nicht auszuschließen, dass das Nachfolgemodell des Zweisitzers auch in den USA angeboten werde.

Das Projekt einer Fertigung von Mercedes-Benz-Pkw in China befinde sich in der allerletzten Phase und werde in wenigen Wochen bei der dortigen Regierung eingereicht. Die chinesischen Partner seien in Stuttgart gewesen, berichtete Hubbert. „In den Verhandlungen mit unseren chinesischen Partnern läuft alles im grünen Bereich, ich bin sehr zuversichtlich.“ Geplant ist eine so genannte CKD-Fertigung (Fertigung aus Teilesätzen) von Limousinen der C- und E-Klasse. Ziel sei ein Absatz von 20 000 Stück. Bislang verkauft Mercedes rund 8000 Fahrzeuge in China, vorwiegend die S-Klasse. Hubbert sieht in China keinen Druck durch die deutsche Premium-Konkurrenz. „Mercedes ist mehr noch als in anderen Teilen der Welt in China die unangefochtene Nummer eins im Luxussegment.“ Die Produktion könne nach der Genehmigung in etwa 18 Monaten aufgenommen werden.

Die Luxus-Limousine Maybach liegt nach Hubberts Worten „absolut im Plan, und ich bin darüber sehr zufrieden“. Es würden fünf Maybach am Tag in der Sindelfinger Manufaktur gebaut. Zur Zeit seien 250 Fahrzeuge weltweit ausgeliefert, zum Jahresende rechnet der Manager mit über 800 ausgelieferten Maybach-Fahrzeugen. Die Prognose, im Jahr 1000 Bestellungen zu generieren, sei bislang voll erfüllt. Im Hauptmarkt USA ist der Maybach seit Juni zu bekommen.

Mercedes-Benz setzt seine Modelloffensive, die von Ende 2002 bis 2005 13 neue Modelle umfasst, auf der IAA mit der Weltpremiere des Supersportwagen SLR und der Publikumspremiere der smart forfour fort. Es ist zwar unbestätigt, gilt aber als sicher, dass am Main die Studie eines viersitzigen Coupes auf Basis der E-Klasse vorgestellt wird, das relativ bald produziert werden soll.

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