Verkauf der Sparte Przoesstechnik, um Kapitalrendite zu steigern
Verpackungstechnik schmälert IWKA-Gewinn

Der Karlsruher Anlagenbauer hat seinen operativen Gewinn in den ersten drei Monaten 2004 verbessert und erwartet auch für das gesamte Jahr weiter steigende Gewinne.

HB STUTTGART. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe im ersten Quartal um 10,1 Prozent auf 8,7 Millionen Euro zugelegt, teilte IWKA am Dienstag in Karlsruhe mit. Das Unternehmen blieb damit allerdings hinter Schätzungen der Analysten zurück, die im Schnitt mit 9,6 Millionen Euro gerechnet hatten. Nach Steuern schaffte das im Nebenwerte-Index MDax gelistete Unternehmen mit einem Gewinn von 0,6 (Vorjahreszeitraum: minus 1,6) Millionen Euro die Rückkehr in die schwarzen Zahlen.

„Für das Gesamtjahr erwartet IWKA, dass sich das operative Ergebnis bei unveränderten Rahmenbedingungen erneut verbessert“, bekräftigte der Konzern seinen Ausblick. Zuversichtlich stimme vor allem der um knapp zwölf Prozent auf 752,3 Millionen Euro gestiegene Auftragseingang, der den Auftragsbestand auf 1,348 Milliarden Euro habe wachsen lassen. Der Umsatz habe im ersten Quartal wie im April berichtet mit 461,4 (466,1) Millionen Euro leicht unter Vorjahresniveau gelegen.

Für den Löwenanteil des IWKA-Gewinns zeichnete wie üblich das Geschäft in der Anlagentechnik verantwortlich. Das Ebit der ertragreichsten Sparte stieg im ersten Quartal auf 14,6 (13,7) Millionen Euro. Vor allem Schweißanlagen für die Autoindustrie seien dank der Aufträge für den Nachfolger des Kleintransporters „Sprinter“ von Daimler-Chrysler und den Volvo V70 gut gelaufen. Der Auftragseingang in der Anlagentechnik schnellte um 21,3 Prozent auf 432,7 Millionen Euro hoch. Die Sparte Produktionstechnik blieb mit einem Ebit von minus 2,4 (minus 3,7) Millionen Euro in den roten Zahlen.

In der Verpackungstechnik, die wegen eines Umsatzeinbruchs um 19 Prozent mit einem Minus von 5,0 (minus 1,0) Millionen Euro noch tiefer in die Verlustzone rutschte, hofft IWKA auf das zweite Halbjahr. Der Auftragseingang der Sparte, die Vorstandschef Hans Fahr zum zweiten Standbein aufbauen will, sei im ersten Quartal bereits um elf Prozent gestiegen.

Die Prozesstechnik, die zu großen Teilen verkauft werden soll, schaffte mit einem Ebit von 1,1 (minus 3,7) Millionen Euro die Rückkehr in die Gewinnzone. Insgesamt will sich IWKA von bis zu 15 Prozent seines Umsatzes - rund 350 Millionen Euro - trennen, um die Kapitalrendite bis 2006 auf 15 (2003: elf) Prozent zu steigern.

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