Verkauf der VW-Anteile
Porsche fühlt beim Land Niedersachsen vor

Im Streit der VW-Großaktionäre Porsche und Niedersachsen zeichnet sich auch wenige Tage vor der entscheidenden Hauptversammlung keine Einigung ab. Der Sportwagenhersteller, der 31 Prozent an VW hält, erklärte am Samstag, er habe inoffiziell angefragt, ob das Land bereit sei, einen Teil seines VW-Pakets von gut 20 Prozent zu verkaufen.

HB FRANKFURT. Ein Sprecher der Staatskanzlei sagte, das Land wolle sich nicht von seinen Aktien trennen. Die beiden Aktionäre streiten um den Einfluss des Landes nach dem Wegfall des VW-Gesetzes. Porsche will der Hauptversammlung am Donnerstag eine Satzungsänderung vorschlagen, durch die Niedersachsen sein faktisches Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen verlieren würde.

Der kapitalstarke Sportwagenhersteller Porsche hat von seinen Aktionären die Erlaubnis zur Übernahme der VW-Mehrheit. Es habe zwar in dieser Sache kein offizielles Angebot gegeben, sagte ein Firmensprecher. Aber Porsche habe vorgefühlt, ob Niedersachsen „einen unbestimmten Teil“ seiner Aktien abgeben wolle. Der Sprecher der Staatskanzlei wollte die inoffizielle Anfrage nicht bestätigen. Er sagte: „Es gibt kein Angebot von Porsche, ein Verkauf von Anteilen stand und steht nicht zur Debatte.“

Das Magazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, Porsche habe in Geheimgesprächen anfragen lassen, ob Ministerpräsident Christian Wulff bereit wäre, die Hälfte des niedersächsischen VW-Pakets von 20,1 Prozent zu verkaufen. Porsche habe angeboten, dass das Land weiterhin zwei Vertreter in den VW-Aufsichtsrat schicken kann. Um Befürchtungen der Politiker zu zerstreuen, wollten die Stuttgarter zudem bei drohenden Werksschließungen oder Massenentlassungen eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Aufsichtsrat festschreiben. Wulff habe die Offerte abgelehnt, die er für ein Lockvogelangebot halte, so der „Spiegel“. Mit dem Verkauf der Aktien würde der Weg frei für eine völlige Machtübernahme von Porsche bei VW.

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