Verkauf einzelner Werke in den USA aber möglich
Thyssen-Krupp hält an Automobil-Sparte fest

Der Stahl- und Maschinenbau-Konzern Thyssen-Krupp hat einen Magazinbericht dementiert, wonach die Autozuliefer-Sparte verkauft werden soll. Allerdings könnten einzelne Werke in den USA abgestoßen werden.



HB FRANKFURT. „Von einem Verkauf des Gesamtsegments Automotive kann nicht die Rede sein“, sagt ein Sprecher der Sparte am Montag. Doch befinde sich der Bereich seit längerem auf dem Weg zu einer Fokussierung auf das Kerngeschäft und der Restrukturierung vor allem in den USA. In Nordamerika könne dies auch die Schließung oder den Verkauf einzelner Werke bedeuten, betonte der Sprecher.

Die drittgrößte Sparte im Konzern stehe teilweise oder völlig zum Verkauf, hatte das Magazin „Focus“ am Sonntag unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. Die US-Tochter Thyssen-Krupp Budd stehe ganz oben auf der Verkaufsliste. Mögliche Käufer wären der Zulieferer Magna oder der Finanzinvestor Wilbur Ross.

Der Gewinn der Automotive-Sparte von Thyssen-Krupp war vor allem wegen der schwachen US-Autokonjunktur im dritten Quartal (per Ende Juni) des Geschäftsjahrs 2004/05 auf 20 (Vorjahr: 81) Mill. € eingebrochen, das Karosserie-Geschäft in Nordamerika schrieb rote Zahlen. Die Presswerke in den USA sind nicht ausgelastet, in Detroit erwägt Thyssen-Krupp ein Werk zu schließen. Zur Restrukturierung des US-Geschäfts wollte der Konzern 2004/05 früheren Angaben zufolge bis zu 100 Mill. € in die Hand nehmen.

Die Automotive-Sparte hatte im Geschäftsjahr 2003/04 (zum 30. September) mit weltweit 43 500 Mitarbeitern 7,3 Mrd. € umgesetzt und vor Steuern 288 Mill. € verdient.

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